Rolex Deep Sea Special am tiefsten Punkt des Planeten - Sammler-Uhren

Rolex Deep Sea Special am tiefsten Punkt des Planeten

Die Rolex Deep Sea Special war eine speziell entwickelte Versuchsuhr, die zeigen sollte, dass eine mechanische Uhr dem enormen Druck in der Tiefsee standhalten kann.

Am 23. Januar 1960 befestigten der Schweizer Tiefseeforscher Jacques Piccard und der US-Marineoffizier Don Walsh eine Deep Sea Special außen an der Trieste, ihrem bemannten Tiefseetauchboot. Die Trieste erreichte im Challenger Deep im Marianengraben eine Tiefe von etwa 10.9 Kilometern – den tiefsten bekannten Punkt der Erde. Dort herrscht ein Druck von ungefähr 1.100 bar, mehr als tausendmal so viel wie an der Oberfläche.

Die Uhr blieb funktionsfähig. Ihr auffälligstes Merkmal war das stark gewölbte, dicke Glas, das dem Wasserdruck besser standhalten sollte. Das Gehäuse war ebenfalls besonders robust und wurde im Lauf der Entwicklungsreihe weiter verstärkt. Die Deep Sea Special war kein reguläres Verkaufsmodell, sondern ein technisches Demonstrationsstück. Rolex hatte zuvor verschiedene Prototypen getestet; die am Tauchgang befestigte Uhr gehörte zu dieser Versuchsreihe.

Ein wichtiger Unterschied: Die Deep Sea Special war außen am Tauchboot montiert, nicht am Handgelenk eines Tauchers. Spätere Uhren wie die Rolex Deepsea und Deepsea Challenge griffen die Idee extremer Druckfestigkeit auf, sind aber eigenständige Modelle.

Die Expedition war zugleich ein spektakulärer Praxistest für die Uhr und ein Meilenstein der Tiefseeforschung: Piccard und Walsh waren die ersten Menschen, die den Challenger Deep erreichten

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