Altersbestimmung Mido Uhren nach Modell - Sammler-Uhren

Altersbestimmung Mido Uhren nach Modell

Geschichte von Mido

Gründung und frühe Jahre (1918–1920er)
Georges Schaeren gründete Mido 1918 in Biel, einem Zentrum der Schweizer Uhrenindustrie. Der Name „Mido“ leitet sich vom spanischen yo mido („ich messe“) ab. In den frühen Jahren stellte die Marke unterschiedliche Uhren her, darunter auch modische Modelle. Mido nutzte bereits damals Schweizer Uhrwerke, die je nach Modell und Produktionszeit von verschiedenen spezialisierten Herstellern stammen konnten.

Wasserdichte Uhren und die Multifort (1930er)
In den 1930er-Jahren rückte Mido die Alltagstauglichkeit stärker in den Mittelpunkt. Die Multifort wurde als robuste, wasserdichte und stoßgeschützte Uhr beworben; spätere Ausführungen verfügten zudem über einen automatischen Aufzug. Solche Eigenschaften waren zu dieser Zeit wichtige Verkaufsargumente. Die Multifort wurde über Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt, weshalb der Modellname allein eine Uhr nicht genau datiert.

Powerwind (1950er)
Mido führte 1954 nach eigener Markengeschichte das Powerwind-System ein, einen automatischen Aufzug mit effizienterem Aufzugsmechanismus. 1959 erschien die Multifort Powerwind. Die Bezeichnung „Powerwind“ ist ein nützlicher zeitlicher Hinweis, aber für eine genaue Datierung müssen auch Kaliber, Gehäuseausführung und Zifferblatt berücksichtigt werden.

Commander (ab 1959/1967)
Die Commander gehört zu Midos bekanntesten Modellfamilien. Mido verbindet ihre Einführung mit dem Jahr 1959; manche Darstellungen nennen 1967 für eine bestimmte Ausführung oder Generation. Diese Jahreszahlen beziehen sich daher nicht zwingend auf dasselbe Ereignis. Kennzeichnend für viele Commander-Modelle sind ein integriertes Gehäuse und ein einteiliges Gehäusemittelteil, wobei sich die Konstruktion über die Jahre verändert hat.

Quarzzeit und Swatch Group (1970er–1980er)
Wie die übrige Schweizer Uhrenindustrie reagierte Mido auf den Aufstieg der Quarzuhren. Die Marke bot sowohl mechanische als auch Quarzmodelle an. In den 1980er-Jahren wurde Mido Teil der damaligen ASUAG-/SMH-Unternehmensgruppe, aus der später die Swatch Group hervorging. Das bedeutete einen Wandel der Eigentümer- und Produktionsstrukturen, aber nicht, dass alle älteren Mido-Uhren nach einem einheitlichen Nummernsystem datiert werden können.

Neuere Kollektionen
Mido führt heute mehrere bekannte Modellfamilien fort oder greift ihre Namen und Gestaltungsideen wieder auf, darunter Multifort, Commander, Ocean Star und Baroncelli. Moderne Uhren lassen sich häufig über Referenznummern und Herstellerunterlagen identifizieren. Bei älteren Stücken ist die Bestimmung meist schwieriger

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