Tabelle der Seriennummern von Zenith-Uhrwerken und deren entsprechenden Herstellungsjahren:
Zenith begann mit der fortlaufenden Nummerierung ihrer Uhrwerke bereits Ende des 19. Jahrhunderts.
Die Werknummer (Movement Number) steht meist unter dem Unruhkloben oder auf der Hauptplatine; sie unterscheidet sich meist von der Gehäusenummer.
Werknummern & Herstellungsjahre (grobe Tabelle)
| Werknummer (ungefähr) | Herstellungsjahr | Bemerkung |
|---|---|---|
| 1 000 000 – 1 800 000 | ca. 1890–1900 | Frühzeit, Taschenuhren, Kaliber 18-28 |
| 1 800 000 – 2 400 000 | 1900–1910 | Innovation durch Georges Favre-Jacot, erste Präzisionsserien |
| 2 400 000 – 3 200 000 | 1910–1918 | Erste Armbanduhren, Manufakturwerke |
| 3 200 000 – 4 200 000 | 1918–1925 | Kriegs- & Nachkriegsproduktion |
| 4 200 000 – 5 200 000 | 1925–1935 | Art-Déco-Stil, Zifferblätter oft mit Leuchtziffern |
| 5 200 000 – 6 000 000 | 1935–1942 | Präzisionswerke, Kaliber 126-136 |
| 6 000 000 – 7 000 000 | 1942–1950 | Übergang zu Stahlgehäusen, frühe Automatikversuche |
| 7 000 000 – 8 000 000 | 1950–1958 | Kaliber 120, 132, 133; frühe Chronometer |
| 8 000 000 – 9 000 000 | 1958–1962 | Kaliber 2522, 2542; frühe Automatik-Armbanduhren |
| 9 000 000 – 10 000 000 | 1962–1967 | Kaliber 2572, 2521; sportliche Gehäuse |
| 10 000 000 – 11 000 000 | 1967–1972 | Kaliber 3019PHC — El Primero (1969!) |
| 11 000 000 – 12 000 000 | 1972–1980 | Späte mechanische Werke, erste Quarzuhren |
| 12 000 000 + | 1980–heute | Neuzeitliche Zeniths (z. B. Chronomaster, El Primero Revival) |
Die Seriennummer befindet sich auf dem Uhrwerk jeder Uhr.
Tabelle 1:

Tabelle 2:

Einige Zenith Uhren/Chronographen nach Baujahr:
1925 Eindrücker Chronograph mit innliegender Telemeterskala
1960 Chronometer "Cal. 135" mit indirekter Sekunde
1965 Chronograph mit 30 Minuten und 12 Stundenzähler, 3 Hilfszifferblätter
1969 Chronograph "El Primero"
1969/2013 Chronograph El Primero 36.000 VPH
2008 Defy Xtreme Chronograph
2008 Defy Xtreme Tourbillon Zero-G - kardanisch aufgehängter Tourbillonkäfig
2013 Captain Windsor Kaliber 4054
2013 Heritage Ultra Thin Kaliber 681 Elite, 3,5mm Bauhöhe
2014 Pilot Doublematic , Weckfunktion, Weltzeit Synchronisation über Krone
2014 Captain Power Reserve, Gangreserve von 50 Stunden
2014 El Primero Chronomaster "Tribute to Charles Vermot", teilgeöffnetes Zifferblatt
2014 El Primero Lightweight - Kompositgehäuse Aluminium / Titan
Mit der Umwandlung der Firma in eine Aktiengesellschaft im Jahre 1911 entsteht die Marke Zenith. Im gleichen Jahr tritt Favre-Jacot zurück und übergibt die Leitung der Firma an James Favre. Durch James Favre kommt es zu einer Wiederbelebung der alten Traditionen, zu denen zweifellos die "neuchäteloises" gehören. Die neuen Pendeluhren werden mit 8-Tage-Läutwerk ausgestattet und verfügen auf Wunsch auch über eine Viertelstundenrepetition. Er gründet 1923 eine weitere Firma im französischen Besançon und 1926 eine weitere Niederlassung in New York.
Nach dem ersten Weltkrieg beginnt Zenith mit der Entwicklung und Herstellung von Armbanduhren, u.a. mit Wecker und Chronograph. Für die Chronographen verwendet Zenith Werke von Valjoux, Excelsior Park und ab 1960 von Martel Watch Co, das Zenith aufgekauft hat. Im Mai des Jahres 1929 teilte das astronomische Observatorium in England der Öffentlichkeit mit, dass von 19.835 aus der ganzen Welt stammenden Uhren eine Zenith mit einer Tagesabweichung von 0,6 Sekunden einen neuen Rekord aufgestellt hat.
Das legendäre Werk 'El Primero'
1948 stellt Zenith das auf vielen Chronometerwettbewerben erfolgreiche Präzisionskaliber 135 vor.
1969 folgt der mit Movado entwickelte erste automatische Armbandchronograph „El Primero“. Mondia und Movado werden in das Unternehmen aufgenommen. Aus dieser Fusion entsteht die Holding-Gesellschaft "Mondia-Zenith-Movado".
Die Entwicklung des automatischen Chronographenwerks 'El Primero' (deutsch: der Erste) hatte bereits im Jahr 1967 begonnen. Nicht nur handelt es sich dabei um das erste automatischen Chronographenwerk der Welt, vor allem schwingt das Werk mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde. Der am 10. Januar 1969 präsentierte 'El Primero' schlägt die konkurrierende Entwicklung einer Arbeitsgemeinschaft von Breitling, Heuer-Leonidas, Hamilton/Büren und Dubois Dépraz aus dem Feld, die erst am 3. März 1969 ihr Produkt unter dem Namen Kaliber 11 "Chronomatic" vorstellt.
Im Gegensatz zum "Chronomatic" wird 'El Primero' auch heute noch mit großem Erfolg produziert und zählt unverändert zu den hochwertigsten und von Kennern überaus geschätzten Chronographenwerken.
Wechselhafte Geschichte in den 70ern und 80ern
1971 übernimmt die amerikanische Zenith Radio Corporation aus Chicago, Amerikas größter Konzern für die Herstellung elektronischer Komponenten, die Aktienmehrheit des Unternehmens. Dies wohl auch, um etwaige Probleme, die die Amerikaner aufgrund der Namensgleichheit befürchteten, auszuschließen. Zenith soll als Vertriebsbasis für in den USA gefertigte Quarzwerke dienen.
Die zukunftshörigen Amerikaner verlieren bald das Interesse an den mechanischen Werken und ordnen 1978 an, die Produktion einzustellen und alle Uhrwerke, Fournituren und Maschinen zu vernichten. Dem Leiter des Chronographen-Ateliers, Charles Vermot, ist es zu verdanken, dass der 'El Primero' der Nachwelt erhalten blieb. Er widersetzt sich der Order und versteckt große Mengen an Werken, Werkzeugen, Maschinen sowie aller Konstruktions- und Fertigungszeichnungen auf dem Dachboden der Manufaktur
Quelle: Herbert James "die erfolgreichsten Armbanduhren", WatchWiki, KI