DUG Deutsche Uhrenmanufaktur Glashütte Altersbestimmung
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Die Bezeichnung „Deutsche Uhrenmanufaktur Glashütte“ (teilweise auch „Deutsche Uhren‑Manufaktur Glashütte Sa.“, „DUM Glashütte“, oder „DUFA“) steht nicht für eine einzelne Person, sondern für eine oder mehrere Nachfolge‑ und Vertriebsfirmen der Glashütter Uhrentradition nach der Blütezeit von Strasser & Rohde und Ludwig Strasser
Zeitliche Einordnung:
| Zeitraum | Ereignis |
|---|---|
| ca. 1890–1910 | Bezeichnung taucht erstmals auf. Ziel: hochwertige Präzisions‑ und Beobachtungsuhren mit Glashütter Werkarchitektur. |
| 1910–1925 | Typische Fertigung von Taschenuhren und Marinechronometern. Gravuren „Deutsche Uhrenmanufaktur Glashütte Sa.“ |
| 1925–1935 | Nachfolger nutzten weiterhin den Namen, teils Vertriebsmarke für Uhren mit deutschem oder schweizerischem Werk. |
| spätere Zeit | Der Name wird in der DDR nicht weitergeführt; erst um 2000 taucht „DUFA“ wieder als Designmarke auf (nicht identisch mit der historischen Manufaktur). |
Typische Uhren
| Zeitraum | Typ | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1895–1910 | Präzisionstaschenuhren | Glashütter Werkaufbau, ¾‑Platine, verschraubte Goldchatons, gebläute Schrauben |
| 1910–1925 | Beobachtungs‑ und Marineuhren | Große Gehäuse, fein regulierte Kompensationsunruhen |
| 1925–1935 | Serien‑Taschenuhren / Armbanduhren | teils Schweizer Rohwerke mit Glashütter Finissage und Gravur „D.U.M. Glashütte i/Sa.“ |
Werknummern und Datierung
Die originalen Werknummern wurden fortlaufend auf den Platinen oder Brücken graviert.
Eine exakte Tabelle ist nicht offiziell überliefert, aber aus Museums‑ und Auktionseinträgen lässt sich Folgendes ableiten:
| Werknummer (ca.) | Baujahr (ca.) | Hinweise |
|---|---|---|
| Nr. 1 – 50 | 1895 – 1900 | Frühphase, handgravierte Signatur, kleine Serien |
| Nr. 50 – 150 | 1900 – 1910 | Typische Glashütter Präzisionstaschenuhren |
| Nr. 150 – 300 | 1910 – 1920 | Marine‑ und Beobachtungsuhren |
| Nr. 300 – 500 | 1920 – 1930 | Spätphase, teils Fremdwerke mit Glashütter Finissage |
| Nr. 500 + | nach 1930 | spätere oder Vertriebsstücke, seltener |
Beispiel:
Eine Uhr mit Gravur „Deutsche Uhrenmanufaktur Glashütte Sa. No. 214“
→ hergestellt um 1915, höchstwahrscheinlich eine Präzisions‑ oder Marineuhr.
Typische Identifikationsmerkmale
| Merkmal | Zeitliche Bedeutung |
|---|---|
| Gravur in Schreibschrift „Deutsche Uhren‑Manufaktur Glashütte i/Sa.“ | vor 1915 |
| Blockschrift, maschinengraviert | ca. 1915–1930 |
| ¾‑Platine mit verschraubten Chatons, feine Regulierung | typisch Glashütter vor 1920 |
| Vernickeltes oder vergoldetes Werk mit Streifenschliff | ca. 1920–1930 |
| Emailzifferblatt | vor 1925 |
| Bedrucktes Metallzifferblatt | nach 1925 |
Herkunft der Werknummern
Die „Deutsche Uhrenmanufaktur Glashütte“ verwendete:
- teils eigene Werknummern,
- teils Nummern‑Sequenzen aus den Zulieferwerkstätten im Ort (z. B. A. Lange & Söhne‑Schüler, Adolf Lange jun., Raabe oder Vetterlein).
Daher ist der Werkaufbau meist entscheidender als die reine Nummer:
- Glashütter Dreiviertelplatine,
- Goldchatons, polierte Schrauben, ‑Feinregulierung über Schwanenhals,
-
Gravur „Glashütte i/Sa.“ (handsigniert oder gestichelt)
→ alles klarer Hinweis auf echte Glashütter Fertigung vor 1930.
Die DUG Deutsche Uhrenmanufaktur Glashütte hat ihren Firmensitz und die Produktion in der Feldstraße 2 Glashütte, also an einem historischen Ort. Ursprünglich befand sich hier die Firma C. H. Wolf & Söhne/Glashütte Glashütter Fabrik für Präzisionsmechanik. Nachher LIWOS und nach vielen anderen Nutzern die nicht mehr existierenden Uhrenwerkstätten von Hemess und Uhrenmanufaktur C. H. Wolf. Nachdem das Gebäude an der Feldstraße jahrelang leer gestanden hatte, wurde die DUG Deutsche Uhrenmanufaktur Glashütte um 2023 gegründet und wurden 2025 die ersten Modelle Purist Typ 1 und Typ 2 vorgestellt.
Die Vision war klar sagt Geschäftsführer Toni Brodführer eine hochwertige Glashütter Uhr zu einem erstaunlich günstigen Preis anzubieten und dennoch höchste Standards in Handwerkskunst und Qualität zu erfüllen - mit Glashütte-Siegel versehen und Made in Germany ist. Dies ist unsere Interpretation zeitgemäßer Uhrmacherkunst.
Ein Projekt, das wir mit Überzeugung und Hingabe verfolgen. Jemand mit einem Durchschnittsgehalt kann sich heute keine mechanische Uhr aus Glashütte mehr leisten. Das ändert nun die DUG. Wir wollen eine Ergänzung sein und das Tor nach Glashütte wieder für mehr Menschen öffnen. Bei den Uhren sind wir sehr traditionell.
Unser Ansatz bricht jedoch bewusst mit traditionellen Vertriebsmodellen: Anstatt durch Zwischenhändler und über Juweliere zu gehen, setzen wir auf den direkten Vertrieb an den Endkunden. Das hat den Vorteil, dass wir die Preisstruktur selbst steuern können und unseren Kunden die Uhr zu einem Preis anbieten, der einzigartig ist. Während bei vielen Marken aufgrund der Geschäftsstruktur nur ein Bruchteil des Kaufpreises den tatsächlichen Produktionswert der Uhr widerspiegelt, fließt bei uns ein Großteil des Preises direkt in die Fertigung der einzelnen Uhr.
Die zusätzlichen hohen Kosten für Vertrieb und Marketing, welche die Uhr im Verkauf um das 3-fache verteuern würden, sparen wir uns. Wir bieten Ihnen 3 Jahre Garantie auf Ihre Uhr und Service Freiheit für diesen Zeitraum. Die Deutsche Uhrenmanufaktur Glashütte ist als elfte Marke in Glashütte angekommen, einer davon ist ein Hersteller von Uhrengehäusen. Sichtbar wird dies durch die Aufnahme in die Dauerausstellung des Deutschen Uhrenmuseums Glashütte
Quelle: Watchwiki, KI