Edox Uhrenmanufaktur Altersbestimmung
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Kurzgeschichte von Edox
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1884 | Gründung durch Christian Rüefli‑Flury in Biel (Bienne), Schweiz. |
| 1900–1920 | Hochwertige Taschenuhren, feine Handaufzugs‑Werke (FHF – Fontainemelon / A. Schild). |
| 1921 | Einführung des Markennamens EDOX (griechisch = „Maß der Zeit“). |
| 1950–1970 | Stark expandierende Produktionszeit: „Delfin“, „Hydrosub“, „Geoscope“, Armbanduhren für Exportmärkte. |
| 1970–1990 | Quarz‑ und Automatikreihen, eigenständiges Design (Hexagon / Les Bémonts etc.). |
| 1990–heute | Luxus‑ und Spezialuhren (Neptunian, Chronorally usw.), Mitglied der Maurice‑Lacroix‑Gruppe. |
Seriennummern / Werknummern – Orientierung
Edox vergab im 20. Jh. fortlaufende Serien auf Gehäusen und Werken.
Die erste Gruppe (bis ca. 1940) bezieht sich auf Taschenuhren / frühe Armbanduhren,
ab den 1950ern werden 6‑ bis 8‑stellige Seriennummern verwendet.
| Serien‑Nr. (Bereich) | Geschätzter Zeitraum | Typische Werke / Modelle |
|---|---|---|
| < 50 000 | 1900 – 1925 | Taschenuhren (FHF, A. Schild, Rebberg‑Typ) |
| 50 000 – 150 000 | 1925 – 1945 | Frühe Armbanduhren, 15 Rubisen / Handaufzug |
| 150 000 – 350 000 | 1945 – 1955 | Nachkriegs‑Handaufzüge (FHF 28, AS 970) |
| 350 000 – 600 000 | 1955 – 1965 | „Delfin“ / „Hydrosub“ (AS 1130, ETA 2472) |
| 600 000 – 900 000 | 1965 – 1975 | Automatik Modelle mit ETA 2783 / AS 1903 |
| 1 000 000 + | 1975 – 1990 | Quarzmodelle, Automatik 2892, Valjoux 7750 Chronos |
| 8–9‑stellige Nummern | 1990 – heute | moderne Automatik / Keramik‑Serien |
Kaliber und Zeitzuordnung
| Kaliber / Werktyp | Hersteller | Datierung | Hinweis |
|---|---|---|---|
| FHF Cal. 29 / AS 970 | Fréres de Fontainemelon / Adolf Schild | 1930–1950 | kleinere Armbanduhren ohne Stoßsicherung |
| AS 1130 („Wehrmachtswerk“) | Adolf Schild | 1940–1955 | häufig in EDOX Nachkriegsuhren |
| ETA 1080 / ETA 2472 | ETA | 1955–1965 | klassische Automatik, 25 Rubine |
| ETA 2783 / ETA 2836 | ETA | 1965–1975 | „Delfin – Super Waterproov“ / „Hydrosub“ |
| Valjoux 72 / 7750 | Valjoux | 1970–1990 | Mechanische Chronographen |
| ETA 2892‑A2 / 7750 / 2824‑2 | ETA | 1990–heute | moderne Automatik / Chronometer / Chronorally |
Erkennbare Stile zur Datierung
| Merkmal | Zeitrahmen |
|---|---|
| Email‑Zifferblatt + römische Ziffern | 1900–1935 |
| Arabische Ziffern, keine Leuchtmasse | 1930–1945 |
| „EDOX 15 Rubis – Swiss Made“ auf Zifferblatt | 1935–1955 |
| Stoßsicherung „Incabloc“ am Werk | ab 1952 |
| Schraubboden + Wasserdichtangabe | ab 1955 („Delfin“) |
| „Super Waterproof 200 m“ oder „Hydrosub“ | 1960–1975 |
| Quarzschriftzug / Digitalanzeige | 1975–1985 |
| Logo – Sanduhr im Rechteck | nach 1990 |
| Gravur | Werk | Beschreibung | Baujahr |
|---|---|---|---|
| No. 128 742 | AS 970 | Handaufzug, 15 Rubine, vergoldet | ca. 1948 |
| No. 352 513 | AS 1130 | Handaufzug, Stoßsicherung „Incabloc“ | ca. 1953–1955 |
| No. 475 680 | ETA 2472 | „Delfin“ Automatik 25 Rubine | ca. 1962–1965 |
| No. 682 412 | ETA 2783 | Hydrosub Automatik 200 m | ca. 1970–1972 |
| No. 1 345 900 | Valjoux 7750 | Chronograph „Sportsman“ | ca. 1986–1990 |
| No. 8 945 xxx | ETA 2892‑A2 | Neptunian / Chronorally | ab 1995 |
Christian Ruefli-Flury gründete im Jahre 1884 ein Uhrenatelier C. Ruefli-Flury & Cie. in Biel, später wurde diese umbenannt in die Uhrenfabrik Era Watch Co. In der Anfangsphase spezialisiert er sich auf die technische Verfeinerung von sowie veredelung von Rohwerke. Er wählt und schutzt der Markenname "Edox" der in Altgriechisch die Stunde bedeutet. Das Markenzeichen ist die Sanduhr welche erst im Jahre 1900 auftaucht und heute ein fester Bestandteil des Edox Firmenlogos ist. Nach dem Tod des Gründers Christian Ruefli-Flury übernahm Bankier Robert Kaufmann-Hug 1921 den Betrieb. Die produktion von Taschenuhren wurde unter sein leitung nach Armbanduhren verlegt. Er lanciert ein attraktive Kollektion mir eleganten Armbanduhren.
Im Zweiten Weltkrieg lieferte die Fabrik wie viele andere Schweizer Firmen Dienstuhren an Deutschland mit Seriennummern 11505 DH und 90039 DH ausgestattet mit Kaliber AS 1130. Diese Uhren wurden aber nicht unter die Marke EDOX geliefert, sondern mit der Zifferblattsignatur wurde mit ERA versehen.
Ende des Zweiten Weltkriegs beginnt die Nachfrage nach Edox-Uhren stark zuzunehmen, im Jahre 1953 baute man dann auch in Biel eine neue Fabrik in der bis zu 530 Mitarbeiter tätig waren. Edox zählte zu dieser Zeit zu den 10 grössten Uhrenbauern der Schweiz. Keine andere schweizerische Uhrenfirma produzierte in dieser Zeit soviele mechanische Uhrwerke mit verwendung von Ebauches wie Edox. Im weiteren fabrizierte Edox Uhren für im Luxussegment und Mittlere Segment anssässige Marken, wie z.b. Zentra.
1961 war das Geburtsjahr der legedären modell „Delfin“, Weltweit der ersten Uhr mit einer doppelten Kronendichtung, Stoßsicherung, sowie einen Shock abosorbierenden Werkhaltering und einem doppelt gesicherten Gehäuseboden, die Delfin war wasserdicht bis 200 Meter. 1963 folgte die "Hydro-sub", Wasserdicht bis 500 Meter tiefe, und damals eine technische Meisterleistung. 1965 übernahm Victor Flury-Liechti die Firma von sein Onkel Robert Kaufmann-Hug, er investiert beträchtliche Summen in die weiterbildung seiner Ingenieure und Uhrmacher.
Ziel ist Edox einen technischen Vorsprung zu verschaffen. Darauf folgte 1970 der „Geoscope“ die erste wirkliche Weltzeituhr. 1971 Folgte ein Katalog und ein neues Modell, auf dem Zifferblatt war eine Weltkugel abgebildet, die sich in 24 Stunden einmal um ihre eigene Achse drehte. Auf diese Weise waren die Uhrzeiten in allen Zeitzonen präzise und einfach ersichtlich. Heute ist die Geoscope und auch die Katalog ein äusserst begehrtes Sammlerstück.
1971 wurde die Firma ein Mitglied der GWC General Watch Company, ein sub-holding der ASUAG. Im Jahre 1975 schlitterte die Firma wie viele andere Hersteller in eine starke Krise. Zulange setzte man auf die Herstellung mechanischer Uhren und verpasste den Siegeszug der Quarzuhren. Im Jahre 1977 folgte ein umstrukturierung mit Technos und etwas später mit Certina. Victor Strambini von Montres Vista SA kaufte 1983 das Unternehmen von der ASUAG und verlagerte es nach Les Genevez im Schweizer Jura. Seitdem werden die Uhren nach wie vor in Handarbeit zusammengebaut. Das kleine Dorf, Les Genevez, liegt im Jurabogen, dem Herzen der schweizerischen Uhrenindustrie auf ca. 1005 M.ü.M
Quelle: WatchWiki, KI