Friedrich Vetterlein Glashütte Chronometer Altersbestimmung - Sammler-Uhren

Friedrich Vetterlein Glashütte Chronometer Altersbestimmung

  • Carl / Karl Vetterlein (ca. 1860 – 1930) war ein Feinmechaniker und Uhrmachermeister in Glashütte i/Sa.
  • Er war Absolvent der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte (DUS) und später Lehrmeister dort.
  • Tätig ab etwa 1880 bis 1925.
  • Seine Werkstatt fertigte hochpräzise Beobachtungsuhren, Marine‑Chronometer, Präzisions‑Pendeluhrwerke und Taschenuhren.
  • Gravuren meist als:

    „Vetterlein Glashütte i/Sa.“
    bzw. „C. Vetterlein Glashütte“

Diese Stücke waren Einzelfertigungen oder Kleinserien von extrem hoher Qualität, vergleichbar mit Strasser & Rohde oder Ludwig Strasser.

Typische Uhren & Werke

Zeitraum Typische Uhren Besonderheiten
1880 – 1895 Präzisionspendeluhren, Taschenuhren Signatur „Carl Vetterlein Glashütte“, fein gravierte Werkbrücken, handgefertigt
1895 – 1910 Marine‑Chronometer / Tischchronometer Hochfeine Kompensationsunruhen, Präzisionshemmung
1910 – 1925 Kleine Serien von technisch sehr aufwendigen Präzisions‑Taschenuhren Werkgravuren meist elegant schraffiert „Vetterlein Glashütte i/Sa.“

 

Altersbestimmung nach Werknummer

Leider sind die Vetterlein‑Werknummern nicht vollständig veröffentlicht, da es sich nur um rund 100–200 Einzelfertigungen handelte.


Doch anhand bekannter Museums‑ und Auktionsstücke können Richtwerte genannt werden:

Werknummer (ca.) Entstehungszeit Anmerkung
Nr. 1 – 30 ca. 1880 – 1890 Frühphase, teils Schul‑ oder Prüfungsuhren
Nr. 30 – 70 ca. 1890 – 1900 Signatur „Carl Vetterlein Glashütte i/Sa.“
Nr. 70 – 120 ca. 1900 – 1910 Höchstfeine Präzisions‑ oder Marineuhren
Nr. 120 – 160 ca. 1910 – 1920 Späte Arbeiten, verbesserte Reglage
Nr. 160 – 200 ca. 1920 – 1925 Letzte Phase vor Unternehmensende

 

Merkmale zur Datierung ohne bekannte Serien

Merkmal Zeitliche Einordnung
Handgravierte Signatur in Schreibschrift vor 1900
Blockschrift mit „i/Sa.“  ca. 1900–1925
Sichtbare Kompensationsunruh mit Schwanenhals‑Feinregulierung  nach 1895
Sehr feine Brückenform, Goldchatons, gebläute Schrauben  typisch 1900–1920
Nickel‑ oder Silber‑Platine (vergoldet)  um 1910

 

Glashütter Chronometermacher

Friedrich Vetterlein wurde am 26. November 1881 in Lübtheen geboren. Vetterlein besuchte im Jahre 1901 der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte und fertigte ein Chronometergangmodell mit der Nr. 1347 und ein Ankertourbillongangmodell mit der Nr. 1374.

Vetterlein baute während seiner Ausbildung an der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte von 1914 bis 1915 als Schüler von Gustav Hesse ein Tourbillon mit Schnecke und Kette. Er setzte dabei eine neuartige Konstruktion ein, bei der das Hemmungsrad unter den Drehgestellboden verlegt war.

Diese Uhr beschrieb Helwig später in seinem Buch "Drehganguhren". Damit schuf Vetterlein die Voraussetzungen für das fliegend gelagerte Drehgestell, wie es später von Alfred Helwig entwickelt wurde. 

1915 entwickelte er den nach ihm benannten Vetterlein'schen Reiter.

Vetter war Mitglied der Saxonia und um 1938 im Berliner Friederichstraße 89b ansässig. Er war zuerst bei die Fa A. Lünser in Berlin tätig, und war später als Glashütter Chronometermacher eine Legende

 

Quelle: KI, Glashütter Uhren, WatchWiki

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