GMT Uhren oder Funktion Alter bestimmen
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Was bedeutet „GMT“?
Es gibt zwei ganz verschiedene Bedeutungen:
A) „GMT“ als Markenname
Es gab und gibt mehrere Hersteller, die den Namen GMT (oft „GMT Watch Co“, „GMT SA“, „GMT Chronometer“ etc.) benutzt haben, meist für Schweizer Handaufzugs- oder Automatikuhren der 1950er – 1980er Jahre.
B) „GMT“ als Funktion
Viele Marken (Rolex, Omega, Seiko, Tudor, u. a.) stellen oder stellten sogenannte „GMT-Uhren“ her — also Uhren mit zweiter Zeitzone (Greenwich Mean Time).
Dann steht „GMT“ nicht für die Marke, sondern für das Modell oder Kaliber.
Wenn deine Uhr die Marke „GMT“ trägt
Dann handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Schweizer oder französische Handelsmarke aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, die Fremdwerke bezog.
Typische Daten:
| Zeitraum | Werkhersteller | Kaliber / Hinweise | Stil |
|---|---|---|---|
| 1945–1960 | A. Schild (AS 1130 – 1132) | 15/17 Rubine, kleine Sekunde | Klassische Handaufzugsuhr |
| 1960–1975 | ETA, FHF 72, Durowe, Felsa | Automatik mit Datum, Stoßsicherung – „GMT Automatic“ | Edelstahlgehäuse |
| 1975–1990 | ETA 2824, AS 2066 usw. | Automatik oder Quarz | Moderne Schriftzüge „GMT Quartz“ |
💡 Werknummern der Schweizer Werke (z. B. ETA 2472, AS 1130) lassen sich über die Kaliber‑Serienlisten datieren.
– ETA‑Nummern über 1 000 000 → nach 1960
– A. Schild-Serie ab 500 000 → ca. 1950 er
– FHF-Serie über 1 500 000 → nach 1970
Wenn es sich um eine „GMT-Funktionsuhr“ (zweite Zeitzone) handelt
Dann steht auf dem Zifferblatt z. B.:
„Rolex GMT‑Master“, „Omega GMT“, „Seiko GMT“ usw.
Beispiel: Rolex GMT‑Master
| Modell | Referenz | Werknummern | Baujahre |
|---|---|---|---|
| GMT‑Master (Ref. 6542) | Kaliber 1036 | Serien 100 000–300 000 | 1954 – 1959 |
| GMT‑Master 1675 | Kaliber 1565 / 1575 | Serien ca. 500 000–3 300 000 | 1960 – 1978 |
| GMT‑Master II 16710 etc. | Kaliber 3185 / 3186 | Serien ab ca. R000000 (...) | 1989 – heute |
Werknummer (= Werk + Gehäuse‑Seriennummer) lässt Rückschlüsse auf das Produktionsjahr zu (Rolex führt genaue Serienlisten).
Beispiel: Omega Seamaster GMT
| Kaliber | Bauzeit | Merkmale |
|---|---|---|
| 1128 (automatisch) | ab 1990 | modifiziertes ETA 2892‑A2 mit GMT‑Zeiger |
| 8605 (Co‑Axial) | ab 2011 | moderne Co‑Axial‑GMT‑Version |
Beispielhafte Datierung
| Gravur | Werk | Beschreibung | Zeitraum |
|---|---|---|---|
| „GMT 15 Rubis Swiss Made“ | A. Schild AS 1130 – Nr. 524 xxx | Handaufzug, kleine Sekunde | ca. 1953–1955 |
| „GMT Automatic“ | ETA 2472 – Nr. 1 243 000 | Automatik | ca. 1968–1970 |
| „GMT Quartz“ | ETA 955.112 | Quarzkaliber (7‑stell. Nummer) | ca. 1990–2000 |
GMT-Uhren sind ideal für Menschen, die regelmäßig mit verschiedenen Zeitzonen arbeiten oder viel reisen. Sie ermöglichen es, neben der Ortszeit noch bis zu zwei weitere Zeitzonen gleichzeitig im Blick zu behalten – ein praktischer Begleiter für Geschäftsleute, Vielflieger und Weltenbummler. Doch wie kamen GMT-Uhren zu ihrem weltbekannten Namen, wie lassen sie sich einstellen, und worin unterscheiden sich „Office-“ und „Traveller-GMT“-Uhren? In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Entstehung, die Funktionsweise und die unterschiedlichen Typen dieser vielseitigen Uhren
Die Bestimmung einer GMT-Uhr liegt darin, die Greenwich Mean Time (oder UTC) zusätzlich zur jeweiligen Ortszeit anzuzeigen. Ein einfacher Blick auf den oft längeren und andersfarbigen 24-Stunden-Zeiger, der auf die 24-Stunden-Skala dem innerliegenden Rehaut beziehungsweise der Lünette zeigt, genügt, um die zweite – beziehungsweise dritte – Zeitzone auszumachen, während das traditionelle Gespann aus Stunden- und Minutenzeiger für die Anzeige der lokalen Ortszeit zuständig ist. Im Gegensatz zum regulären Stundenzeiger, der sich einmal in 12 Stunden um das Zifferblatt dreht, macht der GMT-Zeiger einmal in 24 Stunden die Runde über das Zifferblatt – das wird gleich noch wichtig
Die GMT-Lünette
Diese Tatsache führt uns zu einem weiteren wichtigen Bestandteil des GMT-Konzepts: der Lünette. Die 24-Stunden-Skala auf dem Rehaut beziehungsweise auf der Lünette ermöglicht es, zwischen den Tages- und Nachtstunden zu unterscheiden und die Einstellung einer zweiten beziehungsweise dritten Zeitzone vorzunehmen.
Um Tag und Nacht besser unterscheiden zu können, sind deshalb viele GMT-Lünetten zweifarbig und lassen sich darüber hinaus in der Regel in beide Richtungen drehen
Quelle: swisswatches-magazine, KI, Google