H. Moser & Cie Le Locle Alter herausfinden
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Kurzgeschichte von H. Moser & Cie
- Firmengründer: Heinrich Moser (1805 – 1874), geboren in Schaffhausen (Schweiz).
- Gründung: 1828 in St. Petersburg / Le Locle.
- Moser belieferte den russischen Hochadel mit feinsten Uhren (Taschen‑ und Marineuhren).
- Später produzierte die Firma in Le Locle (Neuenburg) mit Schweizer Ébauches – und verkaufte sie unter „H. Moser & Cie“.
- Nach Mosers Tod nutzten Nachfolger den Namen; Produktion bis ca. 1979.
- Neugründung 2005 in Neuhausen am Rheinfall (Schweiz) → moderne Manufaktur.
Die Signatur „H. Moser & Cie“ kann also von 1830 bis 1970 stammen oder von 2005 bis heute.
Typische Epochen und ihre Erkennungszeichen
| Epoche | Merkmal | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1830 – 1880 (Frühe Periode) | Gravur: „H. Moser & Cie – St. Petersbourg / Le Locle“ | Taschenuhren in Gold oder Silber, Email‑Zifferblatt, Schlüsselaufzug |
| 1880 – 1910 | Gravur: „H. Moser & Cie – Schaffhausen / Le Locle“ | Späte Taschenuhren mit Kronenaufzug, 15–17 Rubine |
| 1910 – 1940 | Gehäuse meist in 0.800 / 0.900 Silber; arabische Ziffern | Präzisionstaschenuhren, teilweise Schweizer Lever‑Hemmung |
| 1940 – 1970 | Moser & Cie (ohne „H.“) oder „H. Moser – Swiss Made“ | Frühe Armbanduhren, Automatik‑Kaliber von A. Schild / FHF |
| ab 2005 | „H. Moser & Cie“, Neuhausen am Rheinfall | Manufakturwerke (z. B. Kaliber HMC 321, HMC 200 usw.) – Luxusuhren |
Werknummern und Datierung (historische Uhren)
Die Werknummer (oft in das Werk oder in den Gehäusedeckel eingraviert) kann bei Taschenuhren einen Jahresbereich zeigen. Die Werte unten beziehen sich auf die Originalproduktion im 19. / frühen 20. Jahrhundert:
| Werknummer (ca.) | Herstellungszeit | Bemerkung |
|---|---|---|
| 1 – 5 000 | 1828 – 1850 | Schlüsselaufzug‑Werke, meist St. Petersburg‑Signatur |
| 5 000 – 12 000 | 1850 – 1875 | Übergang zu Kronenaufzug, Gold‑ und Silbergehäuse |
| 12 000 – 25 000 | 1875 – 1900 | Spätklassische Taschenuhren, Werkgravur „Le Locle“ |
| 25 000 – 40 000 | 1900 – 1920 | Hochwertige Chronometerwerke, 15–17 Rubine |
| 40 000 – 60 000 | 1920 – 1950 | Späte Moser‑Taschenuhren, oft mit typischer Brückenform |
| > 60 000 | nach 1950 | Früharmbanduhren „Moser & Cie. Swiss“ |
4. So erkennst du das Baujahr ohne Serienliste
| Merkmal | Zeit |
|---|---|
| Schlüsselaufzug (keine Krone) | vor 1860 |
| Kronenaufzug, Emailzifferblatt | 1870–1900 |
| Kompensations‑Unruh, 15 Rubis | 1890–1915 |
| Vergoldete Platinen & gebläute Schrauben | typisch 1900–1920 |
| Gravur „Swiss Made“ | nach 1910 |
| Stoßsicherung (Incabloc) | nach 1935 |
| Automatikwerk | nach 1955 |
Die Uhrenfabrik H. Moser & Cie in Le Locle
Heinrich Moser will nicht nur Schweizer Uhren in Russland verkaufen, er will dort seine Schweizer Uhren verkaufen. 1829 eröffnet Moser in Le Locle eine Uhrenfabrik unter dem Namen Henri Moser au Locle. Als Betriebsleiter setzt er seinen früheren Weggefährten Droz ein. Die Taschenuhren der Firma waren in Russland offenbar so beliebt, dass sie sehr oft gefälscht wurden. In Zeitungsanzeigen warnte Moser zu dieser Zeit vor diesen Fälschungen.
Nach seinem Tod führte seine zweite Frau Fanny, geb. von Sulzer-Warth aus Winterthur, die Firma weiter. 1878 verkaufte sie die russische Handelsgeschäft sowie die Uhrenfabrik in Le Locle an die jeweiligen Geschäftsführer der Unternehmen - die Handelsgesellschaft übernahm Johannes Winterthaler, die Schweizer Uhrenfabrik ging an Paul Girard - mit der Auflage, dass alle Nachfolgefirmen stets unter dem Firmennamen «H. Moser & Cie» oder «Heinrich Moser & Co.» weiterzuführen sind.
Nach 1918 wurden die russischen Betriebe enteignet, die letzten Schweizer Mitarbeiter und Leiter des Moser-Unternehmens reisen Anfang 1918 in die Schweiz zurück. Aus den Moskauer Moser-Uhrengeschäften entsteht 1920 die staatliche „Zentrale Uhrenreparatur-Werkstatt“.
In Le Locle versucht man den Wegfall des Marktes Russland durch vermehrte Exporte in andere Länder zu kompensieren. Ab 1953 dominiert die Armbanduhrenproduktion das Unternehmen, die Herstellung von Taschenuhren wird mehr und mehr verdrängt. Seit 1955 stellt der Schweizer Betrieb nur noch Armbanduhren her. Teilweise werden die Uhren auch mit „Henry Moser“ signiert, obwohl das gegen die Verträge von 1877 verstößt. 1979 wird die Uhrenfabrik Teil der Dixi-Mechanique- Group. Man signiert mit Hy Moser & Cie (Hy = Abkürzung für Henry, Henry = englischje Version von Heinrich). Das 1905 erbaute Gebäude in der Rue Alexis-Marie-Piaget 12-14, (Rückseite des Gebäudes) wurde von der Firma Stolz Frères SA übernommen (diesen Ort anzeigen). Die Straße bzw. der Weg, der vor dem Haupteingang verläuft, ist nur über ist nur von hinten oder über eine Treppe von der Rue Alexis-Marie-Piaget herab zu erreichen. Der Markenname Angelus ist noch heute an der Gebäudeseite und über dem Dach zu lesen (2014)
Quelle: Watchwiki, Wikipedia, KI