Hamilton Watch Co. Altersbestimmung nach Werknummer - Sammler-Uhren

Hamilton Watch Co. Altersbestimmung nach Werknummer

  • Gründung: 1892 in Lancaster, Pennsylvania (USA).
  • Produktion: Taschenuhren (1890–1930), Armbanduhren (ab 1917), Militäruhren (WW II), später (ab 1969) Schweizer Produktion.
  • Hamilton hatte für jede Werkserie (Kalibergruppe) eigene Seriennummerfolgen.
  • Wichtig: Werknummer ≠ Gehäusenummer.
    Das Alter wird immer anhand der Werknummer (auf der Werkplatine) bestimmt.

Seriennummern und Herstellungsjahre (Taschenuhren & frühe Caliber 1893–1955)

Werknummer Herstellungsjahr (ca.) Hinweise / Serie
1 – 10 000 1892–1895 936 / 940 Kaliber (erste Modelle)
10 000 – 50 000 1895–1900 934, 936, 940, 941
50 000 – 250 000 1900–1907 Railroad Gr. & 992 Modelle
250 000 – 400 000 1907–1914 992, 996, 999B (Frühserien)
400 000 – 650 000 1914–1924 992B erster Zyklus, Militäruhren (WW I)
650 000 – 950 000 1924–1930 950, 992E Serien
950 000 – 1 300 000 1930–1935 992E, 950E – elektr. Komp. Materiale
1 300 000 – 1 800 000 1935–1940 992B neue Unterserie
1 800 000 – 2 300 000 1940–1945 4992B Navigations‑ und Militäruhren
2 300 000 – 3 000 000 1945–1955 Späte 992B, 950B, Marinechrono etc.

 

Nach 1955 – Schweizer Hamilton (ETA‑basierte Werke)

  • Nach 1957 : Hamilton übernahm Buren (in der Schweiz).
  • Ab 1969 : Hamilton → Teil der Swatch Group (Werknummern systemlos / Kalibernummer zählt).
    Die späteren Serien (Kaliber 600 ff., 7750 etc.) müssen über Kalibernummern und Designmerkmale datiert werden, da keine durchgehenden Seriennummerlisten mehr bestehen.
Zeitperiode Werktyp Kennzeichen
1957 – 1969 US / Buren Handaufzug &  frühe „Thin‑o‑matic“ Automatik
1969 – 1980 Automatik & Quarz, Schweiz ETA basierte Hamilton‑Kaliber (nicht fortlaufend nummeriert)
ab 1980 Swatch Group – modern Seriennummer selten chronologisch, Datierung über Modellcode

 

Hinweise zur Datierung nach Kalibernummer (Armbanduhren)

Kaliber Jahre (ca.) Bemerkung
987, 987A, 987S 1926 – 1940 Handaufzug, frühe Armbanduhren
980, 982 1935 – 1950 Stundenzeiger bei 6 Uhr, Art‑Déco Gehäuse
992B / 950B 1940 – 1955 Railroad Chronometer (Taschenuhr)
747, 748, 752, 770 1948 – 1955 Handaufzug, neue Serien nach WWII
665, 689 1957 – 1965 Buren‑Mikrorotor Handmade Series („Thin‑o‑matic“)
821, 822, 826 1970 ff. ETA / Buren‑Automatik, Schweizproduktion

 

Beispielhafte Zuordnung

Gravur auf Werk Nummer Kaliber Jahr (ca.) Beschreibung
„Hamilton USA – No. 271 456“ 271456  936   1896   frühe Taschenuhr
„Hamilton USA – No. 781 203“  781203   992   1926   Railroad Grade 21 Jewels
„Hamilton USA – No. 1 812 096“  1812096   992B   1941   WWII Railroad Chronometer
„Hamilton – Cal. 987A“  –   Armbanduhr  ca. 1938   frühe rechteckige „Brock“ oder „Endicott“ Modelle

Die Firmengeschichte der Hamilton Watch Company

1928 kaufte Hamilton die Illinois Watch Company auf. Im Jahr 1931 übernahm Hamilton die E. Howard Watch Company und produzierte noch einige kleinere Serien unter dem Markennamen Howard weiter. 1941 entwickelte die Firma den Marinechronometer Modell 21 und die Präzisions-Beobachtungsuhr Modell 22. Damit avancierte Hamilton zu einem der bedeutendsten amerikanischen Chronometerproduzenten jener Zeit.

Von 1955 bis 1960 arbeitete die Firma Vereinigte Uhrenfabriken Ersingen unter dem neuen Eigentümer Helmut Epperlein mit der Hamilton Watch Company zusammen. Hamilton konnte durch diese Kooperation die Entwicklungen von Epperlein für sich nutzen und brachte 1957 die erste elektrisch angetriebene Armbanduhr mit Unruh, die "Electric" auf den Markt. Das Werk der "Electric" hatte eine längliche Spule auf der Unruh und ein Magnetsystem mit drei Magneten. Diese Erfindung Epperleins ist als Deutsches Gebrauchsmuster 1.842.778 (Anmeldedatum 28. Januar 1958) dokumentiert und wurde am 21. September 1959 auf die Firma Hamilton Watch Company, Lancester umgeschrieben.

1956 kaufte Hamilton die Uhrenfabrik A. Huguenin & Fils in Le Locle und Biel, und die Firma wurden umbenannt in Hamilton Watch Co. Switzerland. Die Firma existierte aber auch weiter als separate Marke. Vermutlich war der Entwicklung von Uhren mit Automatischer Aufzug in der Schweiz ein Grund für diese Übernahme, denn Hamilton produzierte keine eigenen automatischen Werke

Quelle: Google, KI, Watchwiki

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