Hublot - MDM Geneve - how old is my watch
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Seriennummer vs. Werknummer
Bei Hublot gibt es zwei relevante Nummern:
| Bezeichnung | Wo zu finden | Was sie angibt |
|---|---|---|
| Seriennummer (Serial Number) | Auf Rückseite des Gehäuses oder am Horn | Individualnummer der Uhr, dient zur Identifikation und Altersbestimmung |
| Werknummer (Movement Number) | Auf dem Uhrwerk selbst, sichtbar durch Glasboden oder Gravur | Interne Referenz des verbauten Kalibers, meist nicht für Datierung entscheidend |
Für die Altersbestimmung ist die Seriennummer (nicht die Werknummer) entscheidend.
Standort der Nummer
Die Seriennummer findest du typischerweise:
- Auf dem Gehäuseboden (Lasergravur, oft unter dem Schriftzug HUBLOT GENEVE)
- Oder seitlich an der Unterseite einer Bandhorn-Lasche
Oft ist sie in folgendem Format:
- XXXXX (5-stellig, ältere Modelle vor ca. 2008)
- XXXXXXX (6–7-stellig, Modelle ab ca. 2010)
- Ab ca. 2018 zusätzlich mit QR-Tag oder NFC-Chip, lesbar mit Hublot-App
Seriennummern und Produktionsjahre (grobe Orientierung)
Da Hublot keine öffentliche Nummern-Datenbank anbietet, orientiert man sich an Sammlerlisten, Verkaufsdaten und offiziellen Schätzrahmen:
| Seriennummer | Produktionszeitraum | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 10 000 – 30 000 | ca. 2004–2006 | Frühmodelle der „Big Bang“-Ära nach der Wiedergeburt unter Jean-Claude Biver |
| 40 000 – 90 000 | ca. 2006–2009 | Big Bang-Modelle, Super B, Classic Fusion (erste Serien) |
| 100 000 – 400 000 | ca. 2010–2015 | Etablierung der Classic-Fusion-Reihe, HUB 4100/4300 Werke |
| 500 000 – 900 000 | ca. 2016–2019 | Einführung der Unico-Manufakturwerke (HUB1242 etc.) |
| > 1 000 000 | ab ca. 2020 | Aktuelle Fertigungen, mit "Digital Warranty Card" und NFC-Tag |
Hinweis: Diese Werte sind Richtlinien, keine offizielle Chronologie, aber erfahrungsgemäß recht zuverlässig.
Werknummer / Kaliber als Ergänzung
Wenn du das Uhrwerk sehen kannst (z. B. durch Glasboden), liefert auch das Kaliber einen Hinweis:
| Werkbezeichnung | Zeitraum | Typ |
|---|---|---|
| HUB 21xx / 4100 | ca. 2005–2015 | Valjoux-basierte Automatikwerke (Big Bang Classic) |
| HUB 4214 / 4400 | 2010–heute | Manufakturchronographen |
| HUB 124x (Unico) | ab ca. 2013 | Vollmanufakturwerk mit Flyback-Funktion |
| HUB 6020 / 1201 / 1280 | 2017–heute | Neueste Generation, skelettiert oder Mikro-Rotor |
| MECA-10 / MP-11 etc. | Spezialmodelle ab 2018 | High-Tech-Werke mit langen Gangreserven |
MDM Genève
Der Italiener Carlo Crocco gründete 1980 die Uhrenmarke MDM Genève. Er entwickelte eine Uhr in bis dato nicht gesehenem Stil: das Luxusgehäuse aus Gold wurde durch 12 Titanschrauben gehalten und das Armband bestand aus schwarzem Kautschuk. Der Form entsprechend hieß die Uhr "Hublot" (französisches Wort für Bullauge)
Der "Urknall" (Big Bang) des Jean-Claude Biver
Im April 2005 machte die in Nyon am Genfer See ansässige Luxusmarke mit einem wahren Urknall Furore: Big Bang, zu deutsch Urknall, hieß der neue Chronograph bei Hublot, geschaffen durch den früheren Leiter und Mitinhaber der Marke Blancpain, Jean-Claude Biver. Dieser war Ende 2003 bei Blancpain bzw. bei der Swatch Group aus seiner leitenden Position ausgestiegen und hatte sich vorübergehend zur Ruhe setzen wollen, aber dann war er Carlo Crocco begegnet, der gerade einen Nachfolger für die Führungsposition bei Hublot gesucht hatte.
Mit dem Big Bang Chronograph meldet sich Biver nun als genialer Uhrenschöpfer zurück; auf Anhieb gewann die Uhr Preise bei Uhren- und Designwettbewerben und erregte die Aufmerksamkeit des Publikums. Mit ihr wird die Botschaft der Fusion zum Kult erhoben. Gekonnt fügt Hublot in der Big Bang alle erdenklichen Materialien zusammen: Kevlar® (reg. Warenzeichen von DuPont), Karbon, Keramik, Magnesium, Stahl, Gold und natürlich wiederum Kautschuk. Augenfälliges Designmerkmal ist auch hier wieder das Band: durch Einfügung einer Schicht aus Kevlar® in das Uhrengehäuse wird der Eindruck erweckt, als würde das Armband durch dieses nahtlos hindurchlaufen.
Mit dem 2007 erschienenen Modell Mag Bang wurde dieses Konzept noch weiter getrieben, indem nun auch das gesamte Uhrwerk aus synthetischem Material (und vollständig von Hublot) gefertigt wird. Dies verleiht der Uhr ein Gewicht von unglaublichen 78 g.
Die Modellreihe Big Bang umfaßt inzwischen eine stattliche Zahl von Varianten, sowohl was uhrmacherische Feinheiten wie z.B. einen Chronographen mit Tourbillon (Modell Bigger Bang) anbelangt, als auch was Farben, unterschiedliche Materialien (bis hin zur One Million Dollar Watch aus 493 Top-Wesselton Baguette-Diamanten) sowie zahlreiche Sondermodelle zu verschiedenen Anlässen und Themenkreisen betrifft.
Quelle: Watchwiki, KI, Google