Jacques Etoile Klaus Jakob Uhren Alter rausfinden - Sammler-Uhren

Jacques Etoile Klaus Jakob Uhren Alter rausfinden

Hintergrund zur Marke Jacques Étoile

  • Gründer: Klaus Jakob
  • Gegründet: ca. 1990er Jahre in Lörrach (Deutschland)
  • Philosophie: klassische Handaufzugs- und Automatikuhren mit veredelten Schweizer Werken (ETA, Unitas, Valjoux)
  • Produktion war klein (Manufaktur im wörtlichen Sinn – wenige Hundert Stück pro Jahr)
  • Schwerpunkt auf traditioneller Uhrmacherei, Zifferblattkunst und Werksverschönerung

Die Marke ist heute nicht mehr als reguläre Manufaktur aktiv (Produktion eingestellt um 2014–2015).

🔍 2. Werknummer vs. Seriennummer

Bei Jacques Étoile ist wichtig zu unterscheiden:

Bezeichnung Beschreibung Aussagekraft
Werknummer Gravur oder Stempel direkt auf dem Uhrwerk (ETA/Unitas) Gehört zum Zuliefererwerk, nicht individuell für Jacques Étoile
Seriennummer (No. xx/yy) Graviert auf Gehäuseboden (z. B. „Nr. 045“) Gibt die laufende Fertigungsnummer an, oft limitiert
Kaliberbezeichnung z. B. Unitas 6498, ETA 2824, VALJOUX 7751 Bestimmt Epoche oder Serie

 

Zeitliche Einordnung nach Werk und Design

Zeitphase Merkmale Typische Werke
Frühe 1990er–Ende 1990er Klassische Handaufzug-Modelle, oft silberne Guilloché-Zifferblätter, kleiner Sekundenzeiger bei 6 Uhr Unitas 6497 / 6498
2000–2007 Beginn der Elaboré-/Chronographenwerke, teils Glasboden mit Gravur Valjoux 7750 / 7751, ETA 2824-2, Unitas Unitas 6498-1 Elaboré
2008–2013 Limitierte Serien, häufig „Repetition“-Designs, „Jacques Étoile Lörrach“-Gravur auf dem Rotor ETA 2892A2, Unitas 6498-2, Valjoux 7750 Top Grade
Nach 2014 Marke fast inaktiv, Restbestände oder Sondermodelle, teilweise über Händler verkauft gleiche Kaliber, aber geringe Stückzahlen

 

Andere Kaliber:

Werk ETA-Herstellungszeitraum Jacques Étoile-Produktion
Unitas 6497/6498-1 ca. 1985–2007 alle Handaufzugmodelle
ETA 2824-2 laufend seit 1982 Automatikmodelle ab ca. 2000
Valjoux 7750/51 1974–heute Chronographenmodelle ab ca. 2005
ETA 2892A2 ab ca. 1998 wenige Luxus-Reihen nach 2008

 

Deutscher Uhrenhersteller

 

Die Uhrenfirma Jacques Etoile wurde am 1. Oktober 1996 in Lörrach/Baden gegründet. Während der Vater Horst Jakob, ein erfahrener Uhrmacher, der im Jahr 2001 sein 50-jähriges Meisterjubiläum feiern konnte, eher im stillen Hintergrund an der Technik und den Modellen arbeitet, pflegt sein Sohn Klaus die Außenbeziehungen, darunter Geschäfts- und Kundenkontakte sowie Messeauftritte. Nicht zu vergessen die türkische Ehefrau von Klaus Jakob, deren Name Yildiz (deutsch Stern, französisch Etoile) zur Namensgebung der Marke beitrug.

Der Start eines jungen Uhrenunternehmens

Nachdem man mit den zwei Produktlinien Imperial und Racing begonnen hatte — das waren Chronographen mit dem ETA-Standardwerk Valjoux 7750 — konnte sich Klaus Jakob eine Handvoll schöner, alter Valjoux-Schaltrad-Chronographenwerke sichern, die in die Reihe Silverstone eingebaut wurden. Die Verkaufszahlen stiegen, als das Modell Plongeur erschien, eine preisgünstige Taucheruhr mit Massivband für knapp 700 Mark. 1997 zeigten sich auf der Uhren- und Schmuckmesse in Basel japanische Journalisten an den Uhren interessiert, worauf Anfang 1999 eine Einladung nach Japan folgte. Obwohl Klaus Jakob eher mit einleitenden Gesprächen gerechnet hatte, gab es dort gleich Bestellungen in stattlichem Umfang.

 

Jacques Etoile Tricompax (zum Vergrößern anklicken!)
Jacques Etoile Tricompax

Dieser Erfolg ermöglichte es, das Uhrenprogramm beträchtlich auszubauen und aufzuwerten. Ein wichtiger Bestandteil der Firmenphilosophie ist es seitdem, mechanische Spezialitäten anzubieten, die über die gewohnten Massenstandards hinausgehen. Dazu gehören seltene oder ungewöhnliche Werke wie das historische Schaltradkaliber Venus 175, das in der rechteckigen Estes Parc eingesetzte Formwerk von Jaquet Baume, das bewährte Unitas Taschenuhr-Kaliber 6498, das ungewöhnliche Unitas-Werk 6300 mit echter Zentralsekunde oder das von Progress bezogene Tourbillon-Werk.

 

Selbst wenn ein so weitverbreitetes und bekanntes Werk wie das ETA-Valjoux Kaliber 7750 zum Einsatz kommt, gibt es einen zusätzlichen Umbauaufwand, um die harmonischere Tricompax-Anordnung der Totalisatoren bieten zu können oder, wie beim Modell Grand Guichet, eine augenblicklich schaltende Großdatumsanzeige zu erzielen.

 

Jacques Etoile Gehäuse, von der [[SUG]] gefertigt (zum Vergrößern anklicken!)
Jacques Etoile Gehäuse, von der SUG gefertigt

Das ständige Streben nach überdurchschnittlicher Verarbeitungsqualität führte zur Zusammenarbeit mit dem Glashütter Gehäusehersteller Sächsische Uhrentechnologie GmbH Glashütte (SUG), der imstande ist, sauber aus dem vollen Stahlblock gefräste Uhrengehäuse zu liefern.

 

Zum zehnjährigen Gründungsjubiläum der Firma erscheint am 2. Oktober 2006 die limitierte Auflage des Modells Bidynator 42, das in Erinnerung an das legendäre, beidseitig aufziehende Automatikwerk Bidynator von Felsa Restbestände dieses historischen Kalibers enthält. (Die Limitierung umfaßt Nr. 1 bis 50 mit weißem Zifferblatt und Nr. 51 bis 100 mit schwarzem Zifferblatt.)

Die Zweitmarke Mercure

Mittlerweile gibt es parallel zu Jacques Etoile die Zweitmarke Mercure. Diese deckt das Preissegment unter ca. 1000 EUR ab. Das Motto von Klaus Jakob lautet Klassische Mechanik mit bewährten Schweizer Werken mit deutschem Finish zu Preisen wie vor 25 Jahren.

Modelle

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