Johannes Czapp Danzig Chronometermacher Kriegsmarine
Share
Johannes Czap war ein deutscher Uhrmacher aus Danzig, der die Marke in den späten 1800er Jahren gründete.
Die Werkstatt produzierte hauptsächlich Taschenuhren, die für ihre hohe Präzision und feine Verarbeitung bekannt waren.
Die Uhrmacherfamilie Czap war auch mit der späteren Gründung von Patek Philippe verbunden, da François Czap (Johannes' Verwandter) zu den Mitgründern der Marke gehörte
Typische Uhrwerke:
Taschenuhren mit Handaufzug:
Kaliber: Meist mit deutschen oder schweizerischen Handaufzugwerken (z. B. von A. Schild, Felsa, Unitas).
Zeitraum: Diese Werke stammen typischerweise aus den 1880er bis 1920er Jahren.
Frühere Werke: Manche Czap-Uhren (besonders aus der Frühzeit der Marke) nutzten Manufakturkaliber oder sehr feine Handwerkskaliber.
Hochwertige Taschenuhren aus dieser Zeit (um 1900) hatten oft verzierte Werke.
Weitere Uhrtypen:
-
Taschenuhren (späte 1800er bis frühe 1900er)
-
Armbanduhren (ab 1920er, aber selten bis 1940er)
-
Chronometer (höchste Präzisionsuhren), vor allem im 19. Jahrhundert.
Gehausetechnologie & Gehäusematerialien
Goldgehäuse (585, 750) → oft 1890–1930
Silbergehäuse → häufig ab 1880, besonders 1870–1910 sehr typisch
Verchromtes Messing (bei weniger hochwertigen Modellen) → ab ca. 1900
Zifferblatt-Design und Gravuren
Frühere Zifferblätter (1880–1910):
Elegante, klassische Schriftarten, oft mit Versalien oder sehr feiner Gravur.
Manuelle Bemalung und Verzierung war üblich.
1900–1930:
Zifferblätter tendieren zu schlichteren Designs.
Aufgesetzte Indizes und häufigere Zifferblatt-Gravuren.
„Johannes Czap Danzig“ erscheint oft als klarer Schriftzug, ohne das prägnante Logo.
1920–1940:
Modernere Zifferblattgestaltungen.
Mehr technische Präzision durch neue Herstellungsverfahren.
Stil und Form der Uhr
Taschenuhren: Sehr typisch bis in die 1920er Jahre.
Form: Runde Gehäuse, Bauchige Gehäuse (für Taschenuhren).
Armbanduhren: Weniger häufig, aber nach dem 1. Weltkrieg zunehmend.
Übergang von Taschenuhr zur Armbanduhr.
Flache Gehäuseformen mit dünnerem Durchmesser (während der 1920er–1930er Jahre).
Leuchtmasse und Materialien
Radiumleuchtmasse (auf Ziffern und Zeigern) war vor allem von den 1920er bis 1950er Jahren typisch.
Tritium (ab etwa 1955), weniger wahrscheinlich bei älteren Czap-Uhren.
Die häufigsten Perioden für „Johannes Czap“-Uhren
1880er bis 1910er Jahre:
Die erste Phase von Johannes Czap war geprägt von hochwertigen Taschenuhren und präzisen Werken.
Diese Uhren sind selten, aber extrem wertvoll für Sammler.
1910 bis 1930:
Diese Zeit war der Höhepunkt für viele Manufakturen. Johannes Czap produzierte zu dieser Zeit verzierte Taschenuhren und mit präzise gravierten Zifferblättern.
1930 bis 1950:
Seltener, aber immer noch einige Armbanduhren mit hochwertigen schweizerischen Werken.
Der Übergang zur Armbanduhr war ab den 1920er Jahren zu beobachten.
Fazit
Johannes Czap war ein angesehener Uhrmacher in Danzig, der hohe Qualität und Präzision bot.
Altersbestimmung erfolgt über:
Werktyp
Gehäusematerial
Design des Zifferblatts
Uhrwerktyp (Handaufzug, Manufakturkaliber, oder Schweizerwerke)
Typische Zeiträume für Czap-Uhren:
1880–1910 (Taschenuhren)
1910–1930 (Taschenuhren, Übergang zu Armbanduhren)
1930–1950 (seltene Armbanduhren, feinmechanische Werke)
Johannes Czapp Danzig
Johannes Czapp war 1900 in Danzig noch Uhrmachergehilfe und in der Baumgartch Gasse 28 ansässig. 1903 wurde er im Adreßbuch von Danzich nicht erwähnt doch in 1904 war er noch immer Uhrmachergehilfe aber dann in der Breitgasse 60. Er gründete 1905 sein Uhrengeschäft in der Heilige-Geist-Gasse 31. 1907 wer er dann in der Kohlengasse 5 mit sein Geschäft. Sein Wohnung war im Holzmarkt 2. 1922 wurde er in der Heilige-Geist-Gasse 130 aufgezeichnet mit Fernrufnummer 3794. 1933 wurde Czapp in der Jopengasse 69 aufgelistet, doch ein Jahr später war sein geschäft in der Heilige-Geist-Gasse 132. 1935 wurde sein Geschäft in der Heilige-Geist-Gasse 132 übernommen von Otto Schartner der sein Zuhause in der Hirschgasse 21 hatte. Die Telefonnummer des Unternehmens war damals 259 91. Ein Jahr später war Schartner in der Scgwarzes meer Wohnhaft.
Czapp baute Schiffsuhren für die Kaiserliche Marine. Diese Schiffsuhren wurden Exklusiv für die Kriegsmarine von mehreren Uhrmacher montiert, so von A. Schuchmann Wilhelmshaven, inhaber Fritz Schuchmann, Fritz Tietz und Franz Happe in Kiel. Mehrere Schiffsuhren wurden mit Hochwertigen Werken von Gustav Becker ausgestattet. Wilhelmshafen, Kiel und Danzig heute Gdansk waren auch die deutschen Häfen mit den Kaiserlichen Marinewerften im 1. Weltkrieg mit Zugang zur Nordsee, dem scandinavischen Belt und der offenen Ostsee. In der Nähe von Danzig Arbeitete der Uhrmacher Theodor Staebe in Elbing. Auch er montierte Schiffsuhren für die Kaiserliche Marine.
Laut einer genealogischen Quelle könnte es sich möglicherweise um Johann Czapp handeln, der 1886 in Putzig geboren wurde. Er war der Sohn von Franz Carl Czapp und Maria Elisabeth (Louise) Kollek. Putzig heute Puck in Polen ist etwa 30 Kilometer von Danzig entfernt
Quelle: Watchwiki, KI