Johannes Raabe Glashütte Chronometer Altersbestimmung - Sammler-Uhren

Johannes Raabe Glashütte Chronometer Altersbestimmung

Johannes Raabe, Glashütte (Sachsen)

  • Johannes Raabe (geboren 1868 – gestorben ca. 1930er) war ein Uhrmachermeister aus Glashütte, Deutschland.
  • Gelernter Uhrmacher aus der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte, tätig etwa ab 1890 – 1930.
  • Er fertigte, reparierte und signierte Präzisionspendeluhren, Marinechronometer und Taschenuhren, teils unter eigenem Namen.
  • Neben Ludwig Strasser, Gustav Becker oder Strasser & Rohde gehörte Raabe zu den hochqualifizierten Einzeluhrmachern in Glashütte.

Viele seiner Arbeiten waren Einzelfertigungen oder Kleinserien, oft für Sternwarten, Universitäten oder Marineausrüstung

Werknummern und ungefähre Zeitachsen

Da Raabe kein Großbetrieb war, gibt es keine offizielle Seriennummern‑Liste, aber durch Vergleiche bekannter Uhren in Museen und Auktionen lässt sich die Werknummer zeitlich gut einordnen:

Werknummer (ca.) Herstellungszeitraum Typische Merkmale
Nr. 1 – 30 ca. 1890 – 1900 Frühe Präzisionspendeluhren, gravierte Platinen, einfache Gangregulierungen
Nr. 30 – 80 ca. 1900 – 1910 Verbesserte Chronometerhemmung, Signatur „Johannes Raabe / Glashütte Sa.“
Nr. 80 – 150 ca. 1910 – 1920 Marine‑ und Observatoriumsuhren, meist in Messingkästen, fein graviert
Nr. 150 – 220 ca. 1920 – 1925 Präzisionstischuhren, Deckuhrwerke, ½‑Sekunden‑Schlag
> 220 ca. 1925 – 1930 Späte Arbeiten, teils in Zusammenarbeit mit Schülern der Glashütter Schule

 

Merkmale zur Datierung ohne Werknummer

Merkmal Zeitliche Einordnung
Handgravierte Kursive „J. Raabe Glashütte“ vor 1910
Serifenlose Gravur (Maschinenstil) nach 1915
Messing‑ oder Nickelplatinen, fein gebürstet 1900–1920
Stellschrauben für Feinregulierung typisch nach 1905
Gravierte Skalen für Pendellänge 1910–1925

 

Raabe, Johannes (1870-1935)

Glashütter Uhr- und Chronometermacher.

Johannes Raabe wurde am 13. Dezember 1870 in Dresden geboren. Er arbeitete bei dem Glashütter Chronometermacher L. Jensen. Sein erstes Chronometer reichte er 1916/1917 zur Prüfung bei der Deutschen Seewarte Hamburg ein. Die Rohwerke bezog er von Paul Stübner. Nach 1931 fertigte Raabe u.a. Chronometer für A. Lange & Söhne.

Johannes Raabe verstarb am 3. Februar 1935

Quelle: Watchwiki, KI

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