Onsa Uhren grobe Altersbestimmung nach Epochen - Sammler-Uhren

Onsa Uhren grobe Altersbestimmung nach Epochen

. Bei Onsa lässt sich die Geschichte einzelner Uhren meist nur näherungsweise bestimmen. Eine verlässliche, vollständige Modellchronik oder öffentlich zugängliche Tabelle, die Seriennummern bestimmten Produktionsjahren zuordnet, ist nicht bekannt. Die folgende Übersicht beschreibt daher wahrscheinliche zeitliche Merkmale – sie ist keine bestätigte Liste von Onsa-Modellstarts.

Grobe zeitliche Orientierung

Zeitraum Mögliche Merkmale bei Onsa-Uhren
Was sich daraus ableiten lässt
Vor den 1950er-Jahren Klassische, meist kleine Gehäuse; häufig Handaufzug; zurückhaltende Zifferblätter mit arabischen oder römischen Ziffern. Solche Merkmale passen zu vielen Uhren der Zeit, beweisen aber für sich allein kein bestimmtes Herstellungsjahr.
1950er-Jahre Schlichte Dress-Watches, oft mit schlankem Gehäuse und kleinen Sekundenanzeigen. Gehäuse können verchromt, vergoldet oder aus Edelstahl sein. Die Kombination aus Zifferblattgestaltung, Gehäusematerial und Werk kann eine Einordnung ermöglichen. Ein einzelnes Merkmal reicht nicht.
1960er-Jahre Mehr Varianten bei Gehäuseformen und Zifferblättern; bei Armbanduhren werden Automatikwerke und Datumsanzeigen verbreiteter. Wenn die Uhr ein Automatikwerk hat, sollte dessen Kaliber geprüft werden. Das Herstellungsdatum des Werks gibt aber nicht zwingend exakt das Montagejahr der Uhr an.
1970er-Jahre Häufig größere oder kantigere Gehäuse, markantere Zifferblätter und eine größere Bandbreite an Stilrichtungen. Quarzwerke kommen in der Uhrenbranche zunehmend hinzu. Ein Quarzwerk kann auf eine spätere Produktionszeit hindeuten, datiert die Uhr aber nicht automatisch auf die 1970er-Jahre: Quarzuhren wurden auch später hergestellt.
1980er-Jahre und danach Die Modelle können sich stärker voneinander unterscheiden; Quarztechnik ist verbreitet. Für eine belastbare Einordnung sind Referenznummern, Werkkennzeichnung und Gehäusemarkierungen besonders wichtig.

 

Geschichte der Onsa Uhrenmanufaktur aus Lengnau:

ONSA

Schweizer Uhrenfabrikation

1923 gründet Hans Gilomen in Lengnau BE dieses Familienunternehmen. Der Sohn Hans-Jörg tritt 1943 nach seinem erfolgreichen Abschluss der Uhrmacherlehre in die elterliche Firma ein.

Ab 1949 stiftet ONSA im Automobilrennsport Preise für den «Grand Prix Bern». Bei der legendären Atlantiküberfahrt der Mayflower II im Jahre 1957 sind zwei ONSA-«Automatic Waterproof»-Uhren zum Härtetest mit an Bord. Eine Uhr trotzte an der Mastspitze bei Wind und Wetter den Naturgewalten, doch das größere Märtyrium mußte die zweite Uhr erfahren:

Diese wurde unter Wasser am Schiffsruder des Seglers befestigt. Im selben Jahr rüstet ONSA auch alle Piloten der belgischen Fluggesellschaft Sabena mit ONSA-Uhren aus. Als der Schweizer Extrem-Sportler Hannes Keller 1960 im Lago Maggiore auf eine neue Weltrekordtiefe taucht, ist wieder eine ONSA-Uhr dabei: Die ONSA Scaphandrier übersteht auch diesen Härtetest in 155 Meter Tiefe.

1970 verstirbt Hans Gilomen. Nun übernimmt sein Sohn Hans-Jörg die Leitung des Unternehmens. Er restrukturiert die Firma und kann zunächst an die Erfolge seines Vaters anknüpfen. Die angespannte Wirtschaftslage während der sog. Quarzkrise zwingt ihn jedoch, seine Geschäfte auf Europa und schliesslich auf die Schweiz zu konzentrieren. 1989 verkauft Hans-Jörg Gilomen die Firma an Domenico Granito.

Granito, seiner Familie und den Mitarbeitern von ONSA gelingt es, wieder mit Erfolg die europäischen und internationalen Märkte zu erobern. Seit 2007 ist die MONTRES ONSA AG ein modernes Unternehmen mit klaren Strukturen und einem schnörkellosen Management.

Seit der Firmengründung umfasst die Produktpalette Uhren in wertvollen Goldgehäusen, Chronographen, Uhren mit Biorhythmus-Anzeige, Armbanduhren mit Alarm- (Wecker) Funktion und Taschenuhren.

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