Rolex Rebberg Jean Aegler Altersbestimmung
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- „Rebberg“ bezeichnet kein Modell, sondern das Werk (Uhrwerk), das in den frühen Rolex‑Uhren (ca. 1905–1930) verwendet wurde.
- Es wurde von Aegler SA in Bienne hergestellt, in der sogenannten „Rebberg-Fabrik“ (benannt nach dem Straßennamen im Bieler Rebbergquartier).
- Diese Werke wurden von Hans Wilsdorf (Rolex-Gründer) eingekauft und in Gehäuse mit der Signatur “Rolex” montiert
Zeitliche Einordnung der Rolex-Rebberg-Werke
| Zeitraum | Werknummer/Serie (ungefähr) | Typische Merkmale |
|---|---|---|
| 1905–1910 | < 200’000 | Frühe Aegler-Handaufzugswerke, meist als W&D (Wilsdorf & Davis) signiert |
| 1910–1914 | 200’000 – 300’000 | Erste Werke offiziell als „Rolex“ gelabelt; viele mit 15–17 Rubinen |
| 1915–1920 | 300’000 – 500’000 | „Rebberg“-Kaliber mit Brückenbauweise, oft in Silbergehäusen |
| 1920–1925 | 500’000 – 700’000 | Gold‑ und Silbergehäuse, Rolex-Signet auf Werk und Zifferblatt |
| 1925–1930 | 700’000 – 900’000 | Späte Rebberg, Übergang zu Kaliber 600/700, Schraubenunruh |
| Nach 1930 | > 900’000 | Bereits Nachfolgerwerke (z. B. Kaliber 620, 630 etc.), keine „Rebberg“ mehr |
Gehäusenummern (ergänzend)
Gehäusenummern können helfen, besonders bei Edelmetallgehäusen (Silber/Gold):
| Gehäusenummer (ca.) | Herstellungsjahr |
|---|---|
| 20’000 – 50’000 | 1905–1910 |
| 50’000 – 150’000 | 1910–1915 |
| 150’000 – 250’000 | 1915–1920 |
| 250’000 – 400’000 | 1920–1925 |
| 400’000 – 600’000 | 1925–1930 |
Jean Aegler gründete 1878 gemeinsam mit seiner Frau eine Uhrenmanufaktur. Diese war ab 1881 in Biel (Schweiz) ansässig und spezialisierte sich anfangs auf kleine Damenuhren mit Ankerhemmung. Ab ca. 1910 wurden auch sehr hochwertige Armbanduhr-Rohwerke, ebenfalls mit Ankerhemmung, gefertigt. Als Aegler noch selbständig war, wurden Uhrwerke unter der Marke Rebberg Depose gefertigt.
Hans Wilsdorf, der Gründer von Rolex, wurde auf Aegler aufmerksam als er auf der Suche nach hochwertigen Werken für die Uhren seiner neuen Marke war. Zu dieser Zeit wurde die Firma bereits von Hermann Aegler geleitet.
Das Unternehmen firmierte ab 1914 als "Aegler SA, Rolex Watch Company" und wurde 1929 einige Jahre Mitglied der Alpina Gruen Gilde SA.
Hermann Aegler wurde nach dem Kauf eines großen Rolex-Aktienblocks Mitglied des Verwaltungsrates von Rolex. Aeglers Neffe Emile Borer wurde Mitte der 1920er Jahre technischer Direktor, und als die Werbespots zwischen den beiden Firmen immer enger wurden, traf die Familie Aegler/Borer die Entscheidung, Rolex würde nur Uhrwerke von Bienne kaufen und Die Fabrik in Bienne würde nur Uhrwerke an Rolex verkaufen.
Diese Anordnung wurde ohne Unterbrechung und fast ausnahmslos fortgesetzt. Mit Ausnahme der Valjoux-Chronographen und die Verwendung durch Rolex modifizierte Zenith El Primero-Uhrwerke, beginnend mit der Daytona Ref. 16520 bis 2004
Quelle: Watchwiki, KI