Schlesicky Frankfurt Chronometer Altersbestimmung
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Schlesiky, Frankfurt a. M.
- Name: häufig „Schlesiky – Frankfurt a.M.“ oder „Uhren Schlesiky, Frankfurt“
- Ort: Frankfurt am Main, Deutschland
- Tätig: etwa 1920 – 1970 (nachweislich in Adressbüchern der 1930er – 1960er Jahre).
- Art des Geschäfts: Uhrmacher / Juwelier / Uhrenhändler
- Position: kein Manufakturbetrieb, sondern Fachgeschäft, das Schweizer und deutsche Uhren (A. Schild, FHF, Unitas, Durowe etc.) eingekauft, teilweise mit Eigenmarke „Schlesiky Frankfurt“ signiert hat.
Die Marke war also eine Handelsmarke – ähnlich wie z. B. Haller, Koopmann, Rothenburg oder Lidecke.
Das Geschäft existierte in Frankfurt mindestens bis in die 1960er Jahre
| Zeitraum | Uhrenarten | Typische Merkmale |
|---|---|---|
| 1920 – 1930 | Taschenuhren & frühe Armbanduhren | Silber- / Nickelgehäuse, Emailzifferblätter, A. Schild / FHF / Rebberg‑Werke |
| 1930 – 1950 | Armbanduhren (Handaufzug) | FHF 30, AS 970, AS 1130; Stahlgehäuse, arabische Ziffern, kleine Sekunde |
| 1950 – 1970 | Mechanische / Automatik-Armbanduhren | Durowe, ETA, Felsa; signiertes Zifferblatt „Schlesiky – Frankfurt a.M.“ |
Werknummern und Datierung
Die Werknummer ist meist die Seriennummer des Schweizer oder deutschen Kalibers und gibt einen Hinweis auf das Baujahr.
Hier findest du die üblichen Bereiche je nach typischem Werkhersteller:
| Werknummer (ca.) | Kaliber / Werkhersteller | Baujahr (ca.) |
|---|---|---|
| 200 000 – 500 000 | Aegler / FHF frühe Serien | 1920 – 1930 |
| 500 000 – 900 000 | A. Schild (AS 340 – AS 970) | 1930 – 1940 |
| 900 000 – 1 500 000 | FHF / A. Schild / Unitas | 1940 – 1955 |
| > 1 500 000 | Durowe / ETA / Felsa (Automatik evtl.) | 1955 – 1970 |
Datierungsmerkmale außerhalb der Werksnummer
| Merkmal | Zeitliche Einordnung |
|---|---|
| Email‑Zifferblatt | vor 1935 |
| Metall‑Zifferblatt mit „Swiss Made“ | ab 1935 |
| Leuchtziffern (Radium) | 1935 – 1950 |
| Zentrale Sekunde und Stoßsicherung (Incabloc) | ab 1950 |
| Automatik / Datum | ab 1955 |
| Gravur „Antimagnetic / Waterproof“ | typisch nach 1950 |
Beispielhafte Zeitzuordnungen
| Gravur auf Uhr | Werknummer | Werk / Kaliber | Vermutetes Baujahr |
|---|---|---|---|
| „Schlesiky – Frankfurt a.M.“ | 532 410 | A. Schild AS 970 | ca. 1933–1935 |
| „Schlesiky – Frankfurt a.M.“ | 1 215 805 | AS 1130 (= „Wehrmachtswerk“) | ca. 1942–1943 |
| „Schlesiky – Frankfurt a.M.“ | 1 845 220 | Durowe 410 / ETA 1080 | ca. 1957–1960 |
Schlesicky, Friedrich Carl Ferdinand
Deutscher Uhr- und Chronometermacher
Friedrich Carl Ferdinand Schlesicky wurde am 30. Januar 1816 in Kleve / Nordrhein-Westfalen geboren und arbeitete in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in Frankfurt/Main. Er wurde 1842 Meister und später Hofuhrmacher. Aus seiner ersten Ehe mit Anna Maria Carolina Bübke, der Tochter des Uhrmachermeisters Johann Christian Bübke, ging die Tochter Maria Catharina (geb. am 3. Dezember 1846) hervor. Später heiratete er Susanna Apollonia Margaretha Ströhlein. Aus dieser Ehe stammte die Tochter Maria Caroline (geb. am 11. August 1866). Es sind auch Anhängeruhren mit der Signatur Schlesicky - Ströhlein bekannt.
Unter dem Namen Schlesicky wurden von 1894 bis 1910 insgesamt 39 Marinechronometer von ihm bzw. seinen Nachfolgern zur Prüfung bei der Hamburger Seewarte eingereicht. Der Glashütter Uhrmacher Paul Löwe arbeitete zwei Jahre bei der Firma Schlesicky. Schlesicky fertigte auch Taschen-, Reise-, Damen- und Kommodenuhren, Mikroskope und andere optische Geräte an
Quelle: WatchWiki, KI