Erste Fliegeruhr der Welt: Zenith Louis Blériot - Sammler-Uhren

Erste Fliegeruhr der Welt: Zenith Louis Blériot

Blériots Kanalüberquerung (1909)

Am 25. Juli 1909 schrieb der französische Luftfahrtpionier Louis Blériot Geschichte:
Er überquerte als erster Mensch den Ärmelkanal mit einem Flugzeug, dem Blériot XI, und startete in Calais (Frankreich) Richtung Dover (England).

  • Flugdauer: 37 Minuten
  • Distanz: ca. 38 Kilometer
  • Flughöhe: rund 100 Meter
  • Windbedingungen: starker Seitenwind – das Navigieren erfolgte hauptsächlich nach Gefühl und mit Blick auf die Zeit

Dabei trug Blériot an seinem Handgelenk eine Zenith-Uhr, die ihn bei der Navigation unterstützte – eine der ersten dokumentierten „Fliegeruhren“ überhaupt.

Die Zenith-Fliegeruhr

Die Uhr, die Blériot trug, war eine Zenith Taschenuhr mit Lederhalterung, um sie wie eine Armbanduhr tragen zu können. Sie besaß Eigenschaften, die damals für Piloten extrem nützlich waren:

Wichtige Merkmale:

  • Großes Zifferblatt mit klaren arabischen Ziffern – exzellente Ablesbarkeit, auch bei Vibrationen
  • Leuchtzeiger, um die Uhrzeit bei schlechten Lichtverhältnissen zu sehen
  • Robustes Gehäuse aus Metall, widerstandsfähig gegen Erschütterungen
  • Mechanisches Uhrwerk von Zenith, berühmt für seine Präzision und Langlebigkeit

Blériot selbst schrieb später, er habe seiner Zenith-Uhr „bedingungslos vertraut“.

Bedeutung für die Geschichte

Blériots Erfolg wurde weltweit in den Zeitungen gefeiert – und Zenith nutzte den Moment geschickt für die eigene Markenlegende. Schon 1910 begann die Firma, ihre genau regulierten „Montre d’Aviation“-Modelle an Piloten, Navigatoren und Streitkräfte weltweit zu liefern.

Dadurch entwickelte sich Zenith zu einem der ersten offiziellen Ausrüster der frühen Luftfahrt – lange bevor Marken wie IWC, Longines oder Breitling populär wurden.

Neuauflagen & Hommagen

Zenith hat Blériots Uhr mehrfach neu interpretiert, z. B.:

  • Zenith Pilot Montre d’Aéronef Type 20 (ab 2012)
    • Riesiges 45–57 mm Gehäuse
    • Überdimensionierte Krone (auch mit Handschuhen bedienbar)
    • Vintage-Zifferblattdesign mit großen arabischen Ziffern
    • Automatikwerk und Titan- oder Bronzegehäuse

Georges Favre-Jacot gründet 1865 in Le Locle die „Fabrique des Billodes“. Er fertigt zunächst Präzisionstaschenuhren, die mit seinem Namen signiert sind. Um 1900 erweitert er die Produktpalette. Er stellt BordchronometerTischuhrenPräzisionspendeluhren und später auch Marinechronometer her. Ab 1903 nimmt die Firma Favre-Jacots mit Taschenuhren und Bordchronometern regelmäßig und sehr erfolgreich an den Wettbewerben des Observatoriums Neuenburg teil. 

1903 erzielt er einen ersten Preis im Wettbewerb des Observatoriums von Neuenburg. Der Neffe von Favre-Jacot, James Favre, verkaufte die Uhren nach Nord- und Südamerika, Russland, Indien, China und Japan. 1908 folgt die Gründung einer Niederlassung in Moskau, 1909 in Paris, 1910 in Wien und 1914 in London

Quelle: Zenith, Wikipedia, Watchwiki, KI

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