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Sammler-Uhren

Jean Romilly á Paris Hofuhrmacher Kutscher Kutschen Uhr Spindelhemmung ca. 1760

Jean Romilly á Paris Hofuhrmacher Kutscher Kutschen Uhr Spindelhemmung ca. 1760

Normaler Preis €1.295,00 EUR
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Extrem seltenes, museales Artefakt der Uhrmacherkunst von einem deren absoluter Meister: antike Kutschenuhr des Hofuhrmachers Jean Romilly, ca. 1760, vermutlich handelt es sich umd eine Marriage
 
Jean Romilly war französischer Meisteruhrmacher und Hofuhrmacher des französischen Königshauses. Jedes seiner erhaltenen Artefakte stellt ein Stück Uhrengeschichte dar

Originale von Jean Romilly sind in den bedeutensten Meseen der Welt zu sehen: dem Pariser Louvre, dem Metropolitan Museum in New York oder dem Schloss Versailles

Massives, rundes Messinggehäuse, Gehäusedurchmesser mächtige 10,5cm, Höhe mit Krone 15,5cm, ca. 700g  schwer, beidseitig sind Deckel mit Scharnieren zum Öffnen

Ich vermute, dass die Uhr eine Marriage darstellt (Zusammenführung eines vorhandenen Gehäuses mit einem fremden Werk). Zweifellos handelt es sich um ein echtes und authentisches Gehäuse einer Repetitions Kutscheruhr aus dem 18. Jahrhundert, man erkennte deutlich die Vorrichtung/Bohrung zum Anbringen des Zugseils für den Repetitionsmechanismus sowie das Loch im Gehäuse zum Durchführen der Zugschnur

Das frühe Romilly Werk ist zweifellos absolut vollständig und echt und an sich schon eine Sensation, aber ich glaube nicht, dass es über einen Repetitionsmechanismus verfügt, obwohl das auch schon in Spindeluhrwerken gemacht wurde

Besterhaltenes Zifferblatt aus edler, weisser Emalie mit geschwärzten römischen Ziffern, umlaufende Eisenbahnminuterie,  goldene Zeiger im Breguet Stil

Vergoldetes Vollplatinenwerk mit fein gearbeiteter Spindelbrücke, Werk bezeichnet und signiert "Romilly á Paris"

Das Spindelwerk des musealen Artefakts läuft an un durch (Ganggenauigkeit nicht geprüft)

Einmaliges Artefakt der Uhrengeschichte, wie es wohl nur einmal in einem Jahrzehnt auf den Markt kommt und das voll signiert und funktionstüchtig 

EZ: 1 - 2 : altersbedingt bester Zustand mit wenig erkennbaren Alters- oder Gebrauchsspuren, läuft an und durch

Jean Romilly (* 27. Juni 1714 in Genf; † 16. Februar 1796 in Paris) war ein Genfer Uhrmacher, Journalist und Enzyklopädist.

Leben und Wirken

Jean Romilly wurde in Genf als Sohn des Uhrmachers, horloger Pierre Romilly (1681–1717) und dessen Frau Jacqueline Balexert (1691–1735) geboren. Beide schlossen ihre Ehe am 15. April 1707. Neben Jean hatte das Paar drei weitere Söhne, Jean-Jérémie, Louis und Jean-Louis Romilly. Die Familie stammte ursprünglich aus Gien in Frankreich, welches sie wegen der Aufhebung des Edikts von Nantes verlassen musste.

Jean Romilly arbeitete zuerst im Familienbetrieb seines Vaters, seines Onkels und seiner drei Brüder. 1734 verließ er Genf und ging nach Paris, wo er am Place Dauphine wohnte. Jean Romilly heiratete dort im Jahre 1738 Elisabeth Andrienne Joly (* 1711). Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, der Sohn Jean-Edme Romilly und die Tochter Jeanne Romilly (1743–1814). Seine Uhrmacher-Meisterprüfung bestand er im Jahre 1752.

Romilly verfasste mehrere Fachbücher über das Uhrmacherhandwerk. Er war mit Denis Diderot und Jean-Baptiste le Rond d’Alembert persönlich bekannt und schrieb für die Encyclopédie etwa zwölf Beiträge. So über die technisch-handwerklichen Aspekte der Uhrmacherei. 1754 legte er der Académie des sciences in Paris eine Schrift zur Uhrenhemmung vor. Auch stand er zeitlebens mit seinem Freund Jean-Jacques Rousseau in Kontakt.

Jean Romilly beschäftigte sich neben der Uhrmacherei auch mit der Meteorologie. Er soll um 1766 in etwa zeitgleich mit Pierre Le Roy und Jean-Pierre Tavernier (1714–1795) der Académie des sciences einen Marinechronometer vorgestellt haben. Dieser sei aber bei einer Überprüfung auf dem Lande beschädigt worden, so dass sich Jean Romilly gezwungen sah, seinen Chronometer aus dem Wettbewerb zu nehmen.

1777 gründeten er und sein Schwiegersohn Guillaume Ollivier de Corancez (1780–1816) mit dem Journal de Paris die erste französische Tageszeitung, die als Organ der aufgeklärten Bourgeoisie galt.

Der Uhrmacher Jacques-Frédéric Houriet (1748–1830) arbeitete um das Jahr 1760 für einen kurzen Zeitraum bei Romilly.

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