Sammler-Uhren
Longines Lindbergh unisex Stundenwinkel Uhr Hour Angle L 628.1 mass. Goldlünette
Longines Lindbergh unisex Stundenwinkel Uhr Hour Angle L 628.1 mass. Goldlünette
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Der Flugpionier Charles Lindbergh, welcher als erster Mensch 1927 nonstop über den Atlantik geflogen ist und schon damit Weltgeschichte geschrieben hat, tatsich später als Erfinder und Konstrukteur von höchst innovativen (Militär) Uhren hervor. Insbesondere die 1931 in der Urform entwickelte "Charles Lindbergh Stundenwinkeluhr" mit drehbarer Lünette und über die Krone drehbare innere Zifferblattscheibe mit 180 Grad Einteilung
Die Stundenwinkeluhr besaß ein drehbares inneres Hilfszifferblatt, welches ganz einfach verstellt und nach dem - zur Erfindung und Patent des Charles Lindbergh gehörenden - neuen Radiofunksignal der zunächst US Army ausgerichtet werden konnte. Somit waren Piloten in der Lage, ihre Navigationsuhren in Sekundenschnelle ohne Ausziehen der Handschuhe und Herumfummeln an der Krone mit dem Radioleitimpuls, sprich offizielle Zeit, zu synchronisieren (Siehe dazu unten Artikel aus Watch Wiki)
Beschreibung:
Es handelt sich um ein unisex Modell von Damen wie Herren tragbar, Gehäusedurchmesser 32mm, schmales originales Longines Echtlederarmband in Hellbraun mit goldener Dornschliesse
Signierter Gehäuseboden gedrückt, verbaut ist das legendäre Longines Automatik "Stundenwinkelkaliber" L 628.1
Die neuzeitliche (ca. 1990) Uhr dieses Angebotes weist viele Qualitätsmerkmale des legendären Originals aus dem Jahr 1933 auf:
- robustes mechanisches Longines Cal. L 628.1 Werk mit Feinregulage
- orig. Zifferblatt mit 180 Grad Anzeige und drehbarem inneren Hilfszifferblatt
- angedeutete Zwiebelkrone und Rändellünette zur Bedienung und Einstellung mit Fliegerhandschuhen
- hochwertiges Mineralglas
Orig. Longines Echtlederarmband mit Dornschließe, massive drehbare Echtgoldlünette, deren Goldwert alleine knapp 200,- - 300,- Euro betragen dürfte
Das beeindruckende Stück Design-, Technik und Uhrengeschichte läuft an und durch (Ganggenauigkeit nicht geprüft)
EZ: 1- 2 guter altersbedingter Zustand, makelloses unrestauriert erhaltenes Zifferblatt, drehbare Echtgoldlünette wie Krone scharf gezackt und ohne Berieb, läuft an und durch, signierter Gehäuseboden weist Kratzerchen und Öffnungsspuren auf
Geschichte der legendären Fliegeruhr "Charles Lindberh Hour Angle" (Quelle: Watch Wiki):
Der amerikanische Flugpionier Charles A. Lindbergh, der am 20. Mai 1927 als erster allein mit einem einmotorigen Flugzeug „Spirit of St. Louis“ den Atlantik von New York (Roosevelt Field, 07:52 Uhr) nach Paris (Le Bourget, 21. Mai 22:22 Uhr) überquerte, beriet aufgrund seiner Erfahrung mit dem Problem der schnellen Positionsbestimmung die Firma Longines bei der Entwicklung einer Spezialarmbanduhr, mit der die Längengradbestimmung unter Verwendung eines Sextanten, einem Radiosignal und einer Sternenkarte relativ einfacher und schneller ermöglicht werden sollte. Diese Piloten-Uhr wurde zum Meilenstein in der Uhrenwelt.
Nachdem sich Lindbergh sich wieder im heimischen St.Louis von den Strapazen der Atlantiküberquerung erholt hatte, zeichnete der gelernte Mechaniker in ersten Skizzen eine Vorstellung einer Armbanduhr, die speziell den Bedürfnissen eines Piloten während eines Langstreckenfluges abgestimmt war. Um die Jahreswende 1930/1931 steckte Lindbergh dann seine Skizze in ein Kuvert und schickte dies an John P. V. Heinmüller, dem Präsidenten der "Federation International of Aviation" (F.I.A.) in New York City.
Dieser war einerseits Direktor der Longines Wittnauer-Watch Co. in Amerika, andererseits ein passionierter Pilot, dem die Sizzen sofort gefielen und sich mit der nächsten Gelegenheit sofort nach Saint-Imier aufmachte. Nach gerade einmal fünf Monaten - März bis August 1931 - wurde der Entwurf der ersten Stundenwinkeluhr fertig. Die geniale Konstruktionsidee, nach der man die Uhr mittels eines zentralen, drehbaren Hilfszifferblatts schnell mit dem Zeitzeichen im Radio synchronisieren konnte, stammte übrigens nicht von Lindbergh, sondern vom amerikanischen Kommandanten und Navigationslehrer Philip van Horn Weems. Lindbergh´s Idee war lediglich eine Erweiterung von Weems Konstruktion, welche zwei Jahre später (1929) beim US-Patentamt mit Nr.2008734 eingereicht wurde. Bereits vor der eigentlichen Stundenwinkeluhr von 1931 wurde von Longines im Jahr der Atlantiküberquerung eine entsprechende Uhr produziert. (siehe: Longines Weems).
Ihre Bezeichnung "Stundenwinkeluhr" oder "the hour-angle watch" kam daher, weil der wichtigste Teil bei der Längengradbestimmung, der Stundenwinkel von Greenwich, direkt von der Uhr ablesbar war.
Im August 1931 erschien diese Uhr unter dem Namen „Lindbergh“ gleichzeitig in Europa und Übersee auf dem Markt. Longines verwendete damals das Handaufzugskaliber 18.69 N.S.C. mit Zentralsekunde. Diese Uhr hatte einen Durchmesser von 47,5 mm und zum Aufziehen wurde eine große Zwiebelkrone verwendet, welche sich auch mit dicken Handschuhen leichter anfassen und drehen lies. Ca.2.000 Stück wurden von der "1.Generation" der Stundenwinkeluhr hergestellt.
Im November 2010 wurde im renommierten Auktionshaus Christie´s in Genf mit der Lot-Nr.337 (Sale 1376) ein Prototyp von Longines für CHF 31.250,- verkauft.
1938 kam die "2.Generation" der Stundenwinkeluhr. Verwendet wurde das Longines Kaliber 37.9, ebenfalls ein Handaufzugswerk. Der Durchmesser der Uhr selber blieb wie bei der ersten Version von 1931 mit 47,5 mm gleich groß. Zusammen mit der 1.Generation mit dem Kaliber 18.69 N.S.C. wurden insgesamt 4.000 Exemplare hergestellt.
1987, nachdem Longines vom SMH-Konzern übernommen worden war, wurde nach einer Pause von mehreren Jahrzehnten zur Feier des 60. Jahrestages der Lindbergh-Landung in Le Bourget wieder eine Kollektion der Stundenwinkeluhr herausgebracht: die "3.Generation". Die Uhr war wesentlich kleiner als das Original, hatte einen aufklappbaren Gehäuseboden mit Mineralglas, was einen guten Blick auf das Uhrwerk ermöglichte. Zuerst fand das Longines Kaliber L989.2 seinen Platz in der "3.Generation" der Stundenwinkeluhr.
Dieses Automatik-Kaliber war eines der flachsten Automatikwerke und leider das letzte von Longines eigens produzierte Werk aus St.Imier. Das seltene und von Sammlern gesuchte Longines-Kaliber L989.2 wurde kurze Zeit später an den Schweizer Chronographenwerke-Hersteller Lemania verkauft und wird heute als Lemania-Kaliber 8810 mit weiteren Untervarianten weitergeführt.
Nach der SMH-Integrierung kamen mit einer Ausnahme nur noch ETA-Werke zum Einsatz. Es folgten das Kaliber L628.1 (ETA 2892-A2), L614.2 (ETA 2892-A2), L876.2 mit L878.4 (Longines L550 bzw.18.69), sowie zuletzt das L699.2 (ETA Valgranges A07 111). Auch eine Version als Chronograph (Ref.674.5232, L674.4 - modifiz.Kaliber ETA Valjoux 7750) wurde präsentiert. Seitdem zählt die Uhr zu den Klassikern im Programm der Uhrenmarke.
Aufgrund des großen Interesses am ursprünglichen Modell brachte Longines 1990 auch eine limitierte Neuauflage des Originals heraus (18K Gelbgold Gehäuse, 100 Stück Auflage mit Koffer, dem Flugzeugmodell der "Spirit of St.Louis" sowie einem Buch).
2002 wurde zum 75.Jubiläum eine streng limitierte "Replika"-Serie mit dem Handaufzugskaliber L878.4 präsentiert. Mit 47,5 mm Gehäusedurchmesser entsprach diese Uhr wieder der ersten Generation von 1931.
2007 kam eine weitere "Replika"-Version mit Automatik-Werk L699.2, ebenfalls mit dem Gehäusedurchmesser von 47,5 mm heraus
