Gegenstand dieser Auktion ist ein wirklich ganz, ganz seltenes Stück Militäruhrengeschichte: eine orig. Nova Ancre frühe Fliegeruhr der Reichsluftwaffe aus ca. 1930 mit Rändellünette und Pfeilindex, dem Vorläufer des militärischen Chronographen wie ausführlich beschrieben bei Konrad Knirim in der "Bibel der Militäruhren"
Was dieses herrliche Artefakt Militäruhrengeschichte ganz einzigartig macht, ist die Tatsache, das ein bekanntes Markenwerk verbaut ist, das Anton Schild Kaliber 153
Aufgrund der unten beschriebenen ganz besonderen Werksqualität könnte / sollte es sich um einen Prototypen handeln für eine Ausschreibung / Wettbewerb des Reichsluftfahrtmuseums um 1930
Die sehr seltenen, frühen Fliegeruhren mit Rändellünette und Pfeilindex waren die ersten echten Fliegeruhren, weil sie als erste Modelle die typischen Merkmale eines Chronographenvorgängers aufwiesen: gebogene, feste Stege, Rändellünette mit Pfeilindex und indirekte Sekunde auf dem schwarzen Zifferblatt
Der Armbanduhren Klassik Katalog führt z.B. die frühe Fliegeruhr Natalis nicht umsonst mit einem Schätzwert von Euro 2.500,-, eine Omega - die wir übrigens aktuell im Original in unserem Ebay Shop führen - gar mit Euro 5.000,-, Tendenz starke Wertsteigerung
Beschreibung:
Seltene, interessante deutsche Fliegeruhr aus den 1930er Jahren, Marke "Nova Ancre" mit orig. Anton Schild Werk
Metallgehäuse, Druckboden, Handaufzug, Zylinderwerk, drehbare Lünette mit Pfeilindex, schwarzes Zifferblatt, dezentrale Sekunde, Leuchtzeiger und Leuchtziffern, Stoffband, Werk gangbar, mächtige 41mm Gehäudedurchmesser wie bei der bekanntesten aller frühen Fliegeruhren: der Natalis, herrlich gearbeitete Breguet Zeiger mit vollständiger Radiumfüllung
Das robuste Werk ist von ganz ausserordentlicher Qualität: ein orig. Anton Schild Kaliber 153
Vermutlich handelt es sich um einen Prototypen, weil man in einer Ausschreibung des Reichsluftfahrtministeriums das Beste an Qualität anbieten wollte, was man fertigen kann
Diese frühen Fliegeruhren der Reichsluftwaffe waren in Ermangelung von Chronographenfunktionen - zur exakten Messung und Anzeige der Flugdauer - grundsätzlich mit einer drehbaren Lünette, rändelverschraubt, und Indexmarkierung versehen. Breite, weit nach hinten ausladende, geschwungene Stege und Anstösse, welche zum Erkennungsmerkmal dieser frühen Fliegeruhren wurden, ließen ein Tragen am Langriemen über der Fliegerkombination zu.
Alle Modelle dieser Zeit besaßen bereits die typischen Merkmale welche später zur Vorgabe aller Wehrmachtsdienstuhren wurden: indirekte Sekunde auf der "6", schwarzes Zifferblatt, radiumgefüllte Zeiger und arabische Ziffern.
Frühe Fliegeruhren, sämtlichst unmarkiert ausgegeben, weil es nach dem Versailer Vertrag eben noch keine Reichswehr, geschweige denn Luftwaffe in Deutschland geben durfte, wurden von praktisch allen renommierten Marken wie Omega, Longines, Zenith, IWC (Kaliber 83), Breitling, Titus, Helvetia, Tissot, Roamer, Lanco, Rellum sowie den kleinen Manufakturen Natalis oder Wagner hergestellt und an die Reichsluftwaffe geliefert
Wie den Fotos dieses Angebotes zu entnehmen, wurden/werden diese Stücke laut "Armbanduhren Klassik Katalog" von Muser Horlbeck zwischen Euro 2500,- und Euro 5000,- gehandelt bzw. erzielten entsprechende Preise im Auktionshaus Muser/Horlbeck
Läuft und funktioniert tadellos - Ganggenauigkeit nicht getestet
EZ: 2: funktionstüchtiger, guter Sammlerzustand mit wenigen erkennbaren Gebrauchsspuren am Gehäuse, Zifferblatt und Radiumfüllungen vollständig und in altersbedingt gutem Zustand