Sammler-Uhren
Orig. Junghans Cal. 68 Artillerie Stoppuhr Kriegsmarine WK I 1. Weltkrieg
Orig. Junghans Cal. 68 Artillerie Stoppuhr Kriegsmarine WK I 1. Weltkrieg
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Orig. Junghans museales, extremst seltenes, Exemplar einer frühen Artillerie Stoppuhr mit seltenem Junghans Kaliber 68 aus Marine Kleinstserie von ca. 1920
Zeitliche Einordnung der Produktionszeit siehe unten. Was dieses herrlich seltene Artefakt deutscher Marine Uhrengeschichte ganz besonders und wertvoll macht, ist der extremst seltene verlängerte Rückstellknopf zur Bedienung mit Handschuhen, wie er nur ein einziges Mal in der Geschichte der Kriegsmarine wie Junghans Uhrenmanufaktur - und das ausschließlich zum Einsatz für die Artillerie - in einer Kleinserie bestellt und gefertigt wurde
Militäruhrenpapst Konrad Knirim zeigt und beschreibt in seiner "Bibel der Militäruhren" diesen verlängerten Rückstellknopf auf Seite 254 - eben anhand einer Junghans Stoppuhr mit - bis auf die Leuchtpunkte - identischem Zifferblatt (siehe Fotos)
Ein super seltenes Stück Militär- und Marine- Uhrengeschichte, wie es nur äusserst selten auf den Markt kommt, ich habe in nunmehr 30 Jahren Militäruhren Sammel Leidenschaft noch niemals so ein Modell mit verlängertem Rückstellknopf in der Hand gehalten oder auch nur gesehen in einem Museum, Sammlung oder auf einer Auktion
Beschreibung:
Die 100% originale Torpedo Laufzeituhr, Stoppuhr weist die bei der Marine üblichen Maße auf: 50mm Gehäusedurchmesser, sehr seltenes, "Junghans" signiertes weisses Zifferblatt mit obenliegender, indirekten Sekunde, Zwiebelkronerone, extrem seltener verlängerter Rückstellknopf der Kriegsmarine zur Benutzung in kalter/klammer Witterung mit Handschuhen
Die extrem seltene Marine Artillerie Stoppuhr war offensichtlich auf der Rückseite vollständig signiert mit "Kriegsmarine" und einer Boots- oder Verwendungsnummer darunter wie üblich bei der kaiserlichen Marine ab 1918 nach Abdankung des Kaisers üblich bis 1933 (siehe Fotos, selbst aufwändigste Marine Chronometer von Lange&Söhne o.ä. waren genau so signiert)
Diese Signatur wurde vollständig entfernt, man erkennt auf dem gehäuseboden deutlich noch die Schleifspuren
Die zusätzlichen Leuchtpunkte auf dem Zifferblatt, welche Konrad Knirim auf Seite 76 in einer Artillerie Stoppuhr von Adolf Peters aus der Zeit v o r dem 1. Weltkrieg zeigt, lassen auf den Beginn dieser Zeitspanne schliessen, diese Leuchtpunkte wurden ab den 1920er Jahren bei der Marine nicht mehr verwendet
Zifferblatt zeigt die bei Junghans übliche 60er Teilung, allerdings mit super seltener nur für diese Kleinserie der Kriegsmarine angefertigter Artillerieskala in unrestauriert unbeschädigter Besterhaltung
Verbaut ist das seltene Junghans Kaliber 68
Es handelt sich e x a k t um das von Konrad Knirim gezeigte Kriegsmarine Artillerie Spezialzifferblatt aus Kleinstauflage
Guter, gebrauchter Sammlerzustand! Läßt sich weich aufziehen, läuft an und durch (Ganggenauigkeit nicht getestet), unrestauriertes Zifferblatt makellos, Leuchtpunkte perfekt und vollständig erhalten, alle Deckel schließen bündig
EZ - 2: bester Alters- und Nutzungsbedingter Zustand, kaum erkennbare, gebrauchsbedingte Spuren, Zifferblatt unrestauriert makellos, läuft an und durch, Deckel schließen bündig, Werk sauber, ehemalige Bodensignatur ausgeschliffen
Im Jahr 1860 gründete der Kaufmann Erhard Junghans gemeinsam mit seinem Schwager Jakob Zeller-Tobler in Schramberg eine Ölmühle, die allerdings wirtschaftlich ein Misserfolg wurde. Im Jahr 1861 gründete Erhard Junghans darauf mit seinem aus den USA zurückgekehrten Bruder Xaver Junghans in Schramberg die Firma Gebrüder Junghans. Zunächst wurden Gehäuseteile für andere Uhrenhersteller im Schwarzwald fabriziert. Ab 1866/67 konnten die ersten Uhrwerke hergestellt werden. Die Tagesproduktion lag im Jahr 1870 bei etwa 60 Uhren.
Erhard Junghans starb im Herbst 1870, worauf die Witwe Luise Junghans die Firmenleitung übernahm. Am 1. Juli 1875 wurde die Firma Junghans von Luise Junghans an die Söhne Erhard d. J. und Arthur verkauft; laut Gesellschaftervertrag übernahm der ältere Sohn Erhard (d. J.) sowohl die kaufmännische wie auch die technische Leitung. In den Jahren nach der Übernahme brachte Arthur Junghans, der vorher für ein Jahr in amerikanischen Uhrenfabriken gearbeitet hatte, eine Reihe von technischen Modernisierungen auf den Weg.[1] Ende der 1870er Jahre nahm die Junghans auch die Fertigung von Weckern nach amerikanischem Vorbild auf, was zu einer starken Vergrößerung des Unternehmens führte. Bereits 1883 und nochmals 1894 versuchte Arthur Junghans, eine Fertigung einfacher Taschenuhren aufzubauen. Eine Reihe von Fehlschlägen zwangen jedoch dazu, diese Bemühungen wieder einzustellen. Durch die Fusion mit der Schwenninger Firma Thomas Haller AG, die bereits seit Mitte der 1890er Jahre erfolgreich Taschenuhren fabrizierte und vermarktete, konnte Junghans ab 1900 sein Sortiment auch um die Sparte Taschenuhren erweitern.
1888 präsentierte das Unternehmen einen fünfstrahligen Stern mit einem „J“ in dessen Mitte als Markenzeichen. Im Jahr 1890 bekam dieser Stern acht Zacken und ist heute noch das Markenzeichen des Unternehmens. 1903 war Junghans mit mehr als 3000 Beschäftigten und einer Produktion von über drei Millionen Uhren pro Jahr der weltweit größte Uhrenhersteller. Im Jahr 1906 nahm Junghans ferner die Fertigung von Munitionszündern auf, die im Ersten Weltkrieg in Schramberg in großen Mengen hergestellt wurden.
1928 begann Junghans mit der Produktion von Armbanduhren, wobei anfangs zugekaufte Werke der Gebrüder Thiel GmbH in Ruhla verwendet wurden. Ab 1930 fertigte Junghans eigene Werke. Zur gleichen Zeit begann die Zusammenarbeit mit der französischen ATO und die Herstellung der gleichnamigen elektrischen Pendeluhren bis 1962.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Junghans von Generaldirektor Erwin Junghans (* 1875, † 1944, Sohn von Arthur Junghans) auf Rüstungsproduktion ausgerichtet. Junghans bewarb sich und erhielt aufgrund der Kriegsvorbereitungen zahlreiche Rüstungsaufträge (Präzisionsuhren für Flugzeuge und Schiffe sowie Munitionszünder aller Arten). In den Kriegsjahren stellten über 9000 Beschäftigte in bombensicheren Räumen in Schramberg vorwiegend Zünder und weitere Rüstungsgüter her. Von Junghans entwickelte Zünder wurden auch in sehr großem Umfang von anderen Unternehmen besonders in Pforzheim hergestellt, was zur totalen Zerstörung Pforzheims durch die Alliierten führte. Junghans gründete unter neutralem Namen auch in anderen Städten Zweigwerke für die Herstellung von Rüstungsgütern (z. B. „MESSAP“ in Hamburg). In Mühlheim an der Donau unterhielt Junghans zusammen mit der Uhrenfabrik Mühlheim einen eigenen Schießplatz zum Testen von Munition.
Im Jahr 1942 waren in Schramberg 440 „Ostarbeiter“, 332 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus Frankreich und 90 Zwangsarbeiter aus Polen bei Junghans untergebracht. Die französischen Arbeiter waren meist in Gemeinschaftsunterkünften oder Gasthäusern einquartiert, während die sowjetischen und polnischen Arbeiter in Baracken wohnten. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden von der französischen Militärverwaltung wesentliche Maschinen demontiert und nach Frankreich verbracht, die Produktion ziviler Uhren konnte jedoch bereits 1946 wieder aufgenommen werden. Verschiedene Firmengebäude wurden von den Alliierten noch eine Zeit lang als Kaserne beschlagnahmt. Ferner war Junghans gezwungen, lose Uhrwerke nach Frankreich zu liefern, die allerdings nicht in Frankreich, sondern unter dem Firmenzeichen französischer Uhrenhersteller im Ausland verkauft wurden.
Nach dem Krieg konzentrierte sich Junghans auf die Herstellung qualitativ guter Armbanduhren, um bei den Kunden wieder Reputation zu erhalten. Dadurch entwickelte sich Junghans in den 1950er Jahren zum größten Hersteller von Chronometern in Deutschland, etwa mit dem Anfang der 1960er Jahre auf den Markt gebrachten Junghans Chronometer für etwa 160 DM mit dem Werkkaliber J 85.[8][9]
Im Rahmen einer feindlichen Firmenübernahme durch Diehl in Nürnberg verlor die Familie Junghans im Jahr 1956 Unternehmen und Firmenleitung. Die offizielle Firmenübernahme erfolgte zum 15. November 1956. Die Diehl-Gruppe führte die Geschäftszweige Uhren und Zündertechnik separat weiter.
1972 stellte Junghans die offizielle Zeitmessung der Olympischen Sommerspiele in München
